Jugendliche geraten im starken Regen in Bergnot
Wie die Bergrettung Salzburg jetzt berichtet, mussten Dienstagabend, am 18. August 2026, zwei gut ausgerüstete Jugendliche im Pinzgau aus der Bergnot gerettet werden.
Die beiden sind Dienstagnachmittag von der Neuen Fürther Hütte (2.201 Meter Seehöhe) in Richtung Osttirol mit Ziel St. Pöltner Hütte (2.481 Meter Seehöhe) aufgestiegen. Das ging sich am selben Tag aber nicht mehr aus, weshalb sie am Berg in ihrem Zelt in Schlafsäcken übernachten wollten. Aufgrund des einsetzenden Regens setzten sich allerdings um 19.30 Uhr beim Übergang nach Osttirol in 2.751 Metern Seehöhe einen Notruf ab. Ortsstellen- und Einsatzleiter Gerfried Walser schildert: „Sie waren unverletzt, konnten aber weder vor noch zurück. Ihnen war kalt und sie waren nass.“ Zudem haben die beiden 17-Jährigen aus Hallein (Tennengau) und der Stadt Salzburg auch keinen Platz zum Biwakieren gefunden.
„Sie waren gut ausgerüstet“
Zur Rettung eilte auch der Hüttenwirt der Neuen Fürther Hütte, der Mitglied der Bergrettung Neukirchen am Großvenediger ist, und ein Bergretter aus Kaprun, der sich gerade in der Hütte aufgehalten hatte. In der Zwischenzeit wurden noch zwei Bergretter der Ortsstelle Mittersill vom Polizeihubschrauber hochgeflogen. Der Hubschrauber konnte allerdings witterungsbedingt nicht bis zur Hütte hinauffliegen. Weitere Bergrettungskräfte aus Mittersill sind mit dem Einsatzfahrzeug ins Hollersbachtal gefahren und zu Fuß aufgestiegen. Die beiden Jugendlichen fanden sie schließlich rund 30 Meter unterhalb des Steiges. Der Ortsstellenleiter hatte ihnen zuvor am Handy erklärt, dass sie Schutz suchen und für den Wärmeerhalt sorgen sollen. Er weiß: „Sie waren gut ausgerüstet, hatten auch einen Biwaksack und Rettungsdecke dabei.“
„Sie waren froh, dass sie endlich im Trockenen waren“
Das Wetter verschlechterte sich aber zunehmen – es regnete stark und auch der Wind wurde stärker. Gemeinsam mit den zwei Bergrettern des Voraustrupps stiegen sie daher zur Neuen Fürther Hütte ab, die Mittersiller Bergretter gingen ihnen entgegen. In der geheizten Hütte wurden die leicht unterkühlten 17-Jährigen versorgt. „Sie waren froh, dass sie endlich im Trockenen waren“, so Walser. Die beiden blieben schließlich in der Nacht auf der Hütte, am nächsten Tag wollten sie noch ihr Gepäck holen. Dieses war am Berg verblieben. Die 18 Bergretter aus Mittersill stiegen noch in der Nacht wieder ab und beendeten ihren Einsatz gegen 2 Uhr.