20 Zentimeter Hagel: Unwetter zieht über Salzburg, macht Wagrain ganz weiß
In Wagrain (Pongau, Salzburg) hätte man den letzten August-Tag beinahe mit einem Tag im tiefsten Winter verwechseln können. Am frühen Abend ist ein Unwetter über den Ort gezogen - und hat hat eine dicke Hagelschicht hinterlassen.
Es sind wahrlich unglaubliche Bilder, die Montagabend, am 31. August 2026, aus Wagrain (Pongau, Salzburg) kommen. Starke Gewitter sind nämlich über Teile Österreichs gezogen – und dabei vor allem über den Raum rund um den Alpenhauptkamm und den Südosten des Landes. In Wagrain ist die Situation mit dem Wetter dann aber gänzlich eskaliert. Auf Videos und Fotos in sozialen Medien sieht man zentimeterdicke Hageldecken, die den Ort wie ein Winterwunderland wirken lassen. Auch der Schneepflug fährt und schiebt die Straßen frei. Am 31. August wirkte es dabei im Salzburger Tourismusort wie im tiefsten Winter.
Schon mal in ein Hagelgewitter geraten?
„Hagelberge“ in Wagrain nach kräftigem Gewitter
Die Unwetter-Freaks zeigen mit Bildern etwa die „gewaltigen Mengen an kleinkörnigem Hagel“. Die Decke sei „rund zehn bis 20 Zentimeter“ dick gewesen. Und: „Noch jetzt türmen sich am Straßenrand regelrechte ‚Hagelberge‘, welche dort zusammengeschoben wurden.“
Videos zeigen Szenen während des Hagelunwetters
Und in Videos sind die Szenen, die sich vor Ort während des Hagelunwetters abgespielt haben dürften, noch deutlicher zu sehen. So zeigen zwei Video auf Facebook etwa, wie die Hagelkörner auf die Straße prasseln. Die Lautstärke ist beinahe ohrenbetäubend. Zwischen den Körnern fließt der ebenfalls reichlich gefallene Regen durch. Die Videos könnt ihr euch auch hier anschauen.
Starke Gewitter bringen viel Regen und tausende Blitze
Die Gewitter, die aktuell (Stand 22.50 Uhr) übrigens noch durch Österreich unterwegs sind, hatten es übrigens durchaus in sich. So sind laut österreichischer Unwetterzentrale in Preitenegg (Kärnten) etwa 51,4 Liter pro Quadratmeter Niederschlag gefallen, in St. Johann im Pongau (Salzburg) direkt neben Wagrain waren es 47,8 Liter pro Quadratmeter. Dahinter folgen mit Taxenbach (Pinzgau), St. Veit im Pongau, Zell am See (Pinzgau) und St. Michael im Lungau noch vier weitere Salzburger Orte, mit jeweils teils deutlich über 30 Litern pro Quadratmeter Niederschlag. Die meisten Blitze hat es mit über 9.500 bisher in der Steiermark gegeben, gefolgt von Salzburg und Kärnten mit jeweils über 5.700. In Tirol waren es immerhin noch über 4.500. Und schließlich wurde die stärkste Windböe laut österreichischer Unwetterzentrale in Rohrspitz (Vorarlberg) mit 90 km/h gemessen. Direkt dahinter folgt auch schon St. Veit im Pongau (Salzburg) mit 81 km/h – abermals direkt in der Nähe von Wagrain.