Ärger in Oberndorf: Zebrastreifen erst verlegt, dann ist er wieder da
Eigentlich sollte an der Stelle kein Zebrastreifen mehr sein, plötzlich war am Samstag, 19. September, aber doch wieder einer da. Der Bürgermeister von Oberndorf (Flachgau, Salzburg) hat "kein Verständnis für diese Spray-Aktion.
Georg Djundja, seines Zeichens Bürgermeister von Oberndorf bei Salzburg, hat sich auf Facebook nun an zumindest einen Sprayer gewandt, der es sich in der Nacht auf Samstag scheinbar zur Aufgabe gemacht hat, einen Zebrastreifen wieder auf die Straße zu bringen. Dieser auf der Landesstraße wurde nämlich eigentlich aufgelassen und verlegt, am Samstag war er aber plötzlich wieder da – illegal, wie der Bürgermeister nun schreibt.
Illegale Spray-Aktion „nicht der richtige Weg“
„Ich kann nachvollziehen, dass die Verlegung des Schutzweges bei vielen für Unverständnis und Ärger sorgt. Auch ich habe mich als Bürgermeister klar gegen die Verlegung ausgesprochen – insbesondere, weil der bisherige Zebrastreifen für den Schulweg von großer Bedeutung ist“, so Djundja. Verständnis für die Spray-Aktion habe er aber nicht, illegale Aktionen seien „nicht der richtige Weg“.
Warum die Behörde den Zebrastreifen verlegt hat
Daraufhin zählt er noch einige Fakten zur Verlegung auf. Diese wurde von der Bezirkshauptmannschaft Salzburg-Umgebung als zuständige Behörde angeordnet. Den Grund gab man vor allem mit den notwendigen Aufstellflächen für LKW im Bereich der Eisenbahnkreuzung an. Zusätzlich wurde für den Abschnitt zwischen der Eisenbahnkreuzung und der Kreuzung Galerie Tempo 30 verordnet.
Bürgermeister wünscht sich sachliche Diskussion statt illegaler Aktion
Djundja erklärt, dass man für den Abschnitt der Salzburger Straße als Landesstraße nicht zuständig sei, man dennoch im Verfahren klar gegen die Verlegung Stellung bezogen und auf die Bedeutung des Schutzweges für den Schulweg hingewiesen hätte. Aber: „Dieser Einwand wurde von der Behörde nicht berücksichtigt.“ Er verstehe den Ärger, wünsche sich aber eine sachliche Diskussion „und keine illegalen Aktionen“, so der Bürgermeister abschließend.