Große Suchaktion: Urlauber verbringt Nacht schwer verletzt im Freien
Mittwochvormittag wurden die Bergrettungen aus Bad Hofgastein und Bad Gastein (Pongau, Salzburg) sowie die Hundestaffel von der Polizei zum Sucheinsatz gerufen. Gesucht wurde nach einem 42-jährigen Italiener.
Dieser ist bereits am Dienstagnachmittag zu einer Wanderung aufgebrochen, von dieser aber nicht zurückgekommen. Daher hat die Unterkunft in Bad Hofgastein selbst Mittwochmorgen den 42-Jährigen als vermisst gemeldet. Roman Brandstetter, Einsatzleiter der Bergrettung in Bad Hofgastein, erklärt: „Es gab allerdings keinerlei Hinweise, wohin der Mann gehen wollte. Bekannt war nur, dass er sich bei der Rezeption nach Wanderwegen mit Wasserfällen erkundigt hatte.“
Gegen 12.30 Uhr gefunden
Wegen des enormen Einsatzgebietes hat man daraufhin eben auch die Ortsstelle Bad Gastein, drei Stöber- und drei Mantrailhunde-Teams hinzugerufen. Gegen 12.30 Uhr dann die erlösende Nachricht. Ein Suchteam der Hofgasteiner Bergrettung hörte Hilferufe aus einem völlig unzugängigen Gebiet in der Gadauner Schlucht. Die Hunde hatten dabei die Spur des Vermissten von der Unterkunft weg aufnehmen können und waren ebenfalls im Nahberreich.
Mann zwei Meter oberhalb von Wasserfall gefunden
„Der Mann befand sich im Absturzgelände, nur rund zwei Meter oberhalb des Wasserfalls“, so Brandstetter. Er war schwerverletzt, seine Rettung war herausfordernd. Bergretter unterstützten schließlich mittels Seilbergung das Team des Rettungshubschraubers, der Verletzte wurde ins Krankenhaus nach Schwarzach geflogen. Neben 36 Bergrettern und fünf Hundeführern der Bergrettung waren auch ein Vermisstenhunde-Team, die Polizei, die Alpinpolizei, der Polizeihubschrauber, der Rettungshubschrauber, ein Drohnenteam und die Feuerwehr Bad Hofgastein im Einsatz.