Ex-ÖSV-Skirennläufer Schütterer von israelischem Militär festgenommen
Der ehemalige ÖSV-Abfahrer und gebürtiger Steirer Julian Schütter wurde von Israelis festgenommen. Er ist Teil einer humanitären Hilfsmission für Gaza.
Mit nur 25 Jahren gab der ÖSV-Skirennläufer Julian Schütter Anfang 2024 das Ende seiner Ski-Karriere bekannt. Neben seiner Sportkarriere setzte sich der Steirer schon damals für Klimaschutz ein. Schütterer ist Teil einer humanitären Hilfsmission für Gaza („Global Sumud Flotilla“), mit dem Ziel, Lebensmittel und andere Versorgungsgüter mit Booten ins Kriegsgebiet zu bringen.
Vier Österreicher festgenommen
„In der Nacht vom 1. auf den 2. Oktober 2025 wurde die ‚Global Sumud Flottilla‘, die humanitäre Hilfe für die Bevölkerung in Gaza transportieren sollte, durch die israelische Marine in internationalen Gewässern gestoppt und teilweise gewaltsam abgefangen“, heißt es von „Global Sumud Flottilla“. Vier Österreicher befanden sich darunter, auch Schütter. Auch die schwedische Aktivistin Greta Thunberg soll festgenommen worden sein.
„Faktische Entführung durch israelische Streitkräfte“
In dem Statement von „Global Sumud Flottilla“ heißt es weiter: „Seit den frühen Morgenstunden ist der jegliche Kontakt zu den genannten Personen
abgebrochen. Kommunikationssysteme der Schiffe wurden gezielt gestört und
abgeschaltet. Ihre Angehörigen und Unterstützer:innen sprechen von einer faktischen
Entführung durch die israelischen Streitkräfte, da bislang keinerlei offizielle Bestätigung
über ihren Aufenthaltsort oder ihr Wohlergehen vorliegt und Israel in internationalen
Gewässern keine Befugnis hat, Menschen festzusetzen.“