Eigenheimförderung: NEOS, UNOS und Grüne üben Kritik
Die Landesregierung will die Eigenheimförderung erst im Herbst 2025 wieder einführen. NEOS, UNOS und die Grünen kritisieren diese Entscheidung und warnen vor negativen Folgen für Häuslbauer:innen und Betriebe in der Steiermark.
Die steirische Landesregierung hat die Eigenheimförderung ausgesetzt und deren Wiedereinführung für Herbst 2025 angekündigt. Diese Maßnahme stößt nun auf Kritik. Vor allem NEOS-Wohnbausprecher Robert Reif und Vinzenz Harrer von der Wirtschaftsvertretung UNOS sehen darin ein Problem für die Bauwirtschaft und für steirische Familien.
„Wichtige Investitionsgrundlagen gestrichen“
Reif betont: „Es ist klar, dass momentan Sparen angesagt ist. Aber wenn man den Menschen die Möglichkeit nimmt, in Eigentum zu investieren, darf man sich nicht wundern, wenn sich unsere wirtschaftliche Lage nicht bessert. Die ehemalige Wirtschaftspartei ÖVP streicht den Bürgern wichtige Investitionsgrundlagen und schadet unseren Betrieben. Das ist kontraproduktiv und verantwortungslos.“
Auswirkungen auf Region befürchtet
Auch Harrer zeigt sich besorgt: „Die Landesregierung verliert offenbar immer mehr den Bezug zur Realwirtschaft. Es ist erwiesen, dass von Investitionen wie dem Hausbau die ganze Region profitiert. FPÖ und ÖVP wären gut beraten, Impulse für unseren Standort zu setzen und Eigentum zu stärken. Stattdessen lassen sie unsere Häuslbauer, die Bauwirtschaft und Finanzdienstleister im Stich.“ NEOS und UNOS fordern daher von der Landesregierung, nicht nur auf Sparmaßnahmen zu setzen, sondern Investitionen zu erleichtern. Gerade im Bereich Wohnbau sehen sie Potenzial, um Arbeitsplätze zu sichern und die regionale Wirtschaft zu stärken.
Krautwaschl kritisiert Kürzungen bei Wohn- und Sanierungsförderung
„Die Bundesregierung kürzt massiv bei der Sanierung, die Landesregierung verschiebt ihre Programme gleich um ein Jahr – am Ende bleiben die Menschen auf hohen Kosten sitzen und den Betrieben brechen die Aufträge weg“, kritisiert Klubobfrau Sandra Krautwaschl. „Das ist ein Rückschritt für leistbares Wohnen, für die Energiewende und für die heimische Wirtschaft.“ Die Kürzung der Förderquote im Bund von bislang bis zu 75 Prozent der Kosten auf künftig nur mehr 30 Prozent und die Verschiebung im Land bis 2026 bremsen den dringend nötigen Heizungstausch und die thermische Sanierung. „Die Leute brauchen jetzt Klarheit, nicht irgendwann. Jeder Monat Stillstand bedeutet höhere Heizkosten für die Haushalte, mehr CO₂ in der Luft und Unsicherheit in den Betrieben“, so Krautwaschl. Krautwaschl weist auf die Folgen der Kürzungen hin und möchte Druck für bessere Lösungen machen. „Es ist absurd, wenn bei Wohn- und Sanierungsförderungen der Rotstift angesetzt wird, während gleichzeitig Millionen in neue Straßen fließen. Wer es mit leistbarem Wohnen, Klimaschutz und regionalen Arbeitsplätzen ernst meint, muss genau dort investieren – nicht in den nächsten Kilometer Asphalt“, betont Krautwaschl.