Steiermark feiert Woche des Schutzwaldes
In der Steiermark steht heuer die Rolle der Gemeinden im Mittelpunkt der „Woche des Schutzwaldes“. Mit gezielter Pflege und Gefahrenzonenplanung sollen Menschen, Straßen und Häuser langfristig vor Naturgefahren geschützt werden.
Unter dem Motto „Der Schutzwald in deiner Gemeinde – Betroffene zu Beteiligten machen!“ findet die österreichweite „Woche des Schutzwaldes“ von 6. bis 10. Oktober statt. In der Steiermark wird dabei besonders die Verantwortung der Gemeinden hervorgehoben. Forstlandesrätin Simone Schmiedtbauer (ÖVP) betont: „Rund 17 Prozent unserer Wälder sind Schutzwälder. Sie sind ein unschätzbarer Sicherheitsfaktor für unsere Gemeinden und schützen Siedlungsräume, Straßen und Infrastruktur vor Lawinen, Muren, Steinschlag und Hochwasser.“
174.000 Hektar für mehr Sicherheit
Insgesamt gibt es in der Steiermark rund 174.000 Hektar Schutzwald. Diese Wälder leisten einen entscheidenden Beitrag zur Sicherheit von Menschen und Sachwerten. Doch die Pflege ist aufwendig und erfordert Geduld. Schmiedtbauer erklärt: „Extreme Witterung, Klimawandel, fehlende Naturverjüngung oder auch ein verändertes Freizeitverhalten stellen uns vor große Herausforderungen. Umso wichtiger ist es, dass Gemeinden, Waldbesitzer, Jägerschaft und Tourismus gemeinsam Verantwortung übernehmen.“
Millioneninvestitionen in den Schutzwald
Das Land Steiermark hat in den vergangenen zehn Jahren mehr als drei Millionen Euro in die Pflege des Schutzwaldes investiert. Diese Investitionen wirken sich nachhaltig aus: Würde man gefährdete Gebiete technisch sichern, wären die Kosten um ein Vielfaches höher. Über 20 flächenwirtschaftliche Projekte wurden bereits umgesetzt. Schmiedtbauer nennt Beispiele: „Diese Projekte zeigen, wie erfolgreich Zusammenarbeit sein kann – von Vordernberg bis zur Schulmeisterwand, die sogar die Sommerresidenz des Bundespräsidenten schützt.“
Planung schützt vor Katastrophen
Ein weiterer wichtiger Baustein der Vorsorge ist die Gefahrenzonenplanung. Seit 50 Jahren ist sie im österreichischen Forstgesetz verankert. In der Steiermark verfügen mittlerweile alle Gemeinden mit Wildbächen oder Lawinen über einen Gefahrenzonenplan. Laufende Überarbeitungen sorgen dafür, dass neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Klimafolgen berücksichtigt werden. „Gefahrenzonenpläne machen Risiken sichtbar und helfen, Schäden zu verhindern. Damit sind sie ein unverzichtbares Instrument für eine sichere Raumplanung in den Gemeinden“, so Schmiedtbauer.
Betroffene zu Beteiligten machen
Die „Woche des Schutzwaldes“ zeigt deutlich, wie wichtig das gemeinsame Handeln ist. Gemeinden sind dabei zentrale Partner. Schmiedtbauer fasst zusammen: „Sie sind die Dreh- und Angelpunkte, wenn es darum geht, Betroffene zu Beteiligten zu machen. Gemeinsam können wir die Sicherheit unserer Siedlungsräume für kommende Generationen sichern.“