Steiermark überrascht: Rückgang bei Privatinsolvenzen trotz Pleitewelle
Trotz steigender Arbeitslosenzahlen haben die Privatinsolvenz-Eröffnungen in der Steiermark abgenommen. Wöchentlich wurden in den ersten 9 Monaten des Jahres 2025 in der Steiermark 18 Privatinsolvenzverfahren eröffnet, so der AKV.
Österreich steuert auf das 3. Rekordpleitenjahr in Folge zu. In der Steiermark liegen die 381 in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 eröffneten Firmeninsolvenzen um –0,26 Prozent bzw. um 1 Verfahren unter dem Vorjahreswert. Besorgniserregend sind in der Steiermark – wie auf Bundesebene – jedoch die Verfahrensabweisungen mangels Masse, welche um 30,32 Prozent gestiegen sind. Mehr dazu hier: Insolvenzwelle trifft diese steirischen Firmen mit voller Wucht.
Privatinsolvenzen haben abgenommen
Eine gegenteilige Entwicklung ist am Privatkonkurssektor feststellbar. Trotz steigender Arbeitslosenzahlen haben die Eröffnungen um 9,33 Prozent auf 690 Verfahren abgenommen. Es handelt sich um den österreichweit größten Rückgang. Einschränkend ist jedoch auszuführen, dass ein Vergleich zu Höchstwerten erfolgt, da die Steiermark abweichend zum Bundestrend in den letzten Jahren Rekordwerte aufgewiesen hat. Wöchentlich wurden in den ersten 9 Monaten des Jahres 2025 in der Steiermark 18 Privatinsolvenzverfahren eröffnet.
AKV rechnet mit 900 Privatinsolvenzen
Die Gesamtpassiva der eröffneten Schuldenregulierungsverfahren belaufen sich auf 95,3 Mio. Euro. Die Durchschnittsverschuldung beläuft sich auf 138.100 Euro. 61,59 Prozent (425) der Privatkonkurse entfallen auf Männer. Die Durchschnittsverschuldung der Männer mit177.700 Prozent liegt deutlich über jener der Frauen mit 74.500 Euro. Der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) rechnet für das Jahr 2025 mit etwa 900 Privatinsolvenzen.