Rund 20 Mitarbeiter von Budgetkürzungen bei Universalmuseum betroffen
Die Sparmaßnahmen des Landes Steiermark zeigen eine erste Wirkung. Beim Universalmuseum Joanneum sieht man sich aufgrund von Budgetkürzungen gezwungen, zu sparen - rund 20 Mitarbeiter sind davon betroffen.
Ein Minus von mehreren Millionen Euro wird das Universalmuseum Joanneum im Jahr 2026 zu verzeichnen haben – und das komplett schuldlos. Grund dafür sind die Sparmaßnahmen des Landes, der mit eben einer Reduktion beim Zuschuss aufwartet. Man bekommt rund 31,7 Millionen Euro, brauchen würde man aber 38,1 Millionen. Damit muss man ebenfalls sparen – Einschnitte sind unvermeidbar, heißt es in einer Aussendung.
Schließtage werden erweitert bzw. eingeführt
Um jetzt der Finanzierung der Unterdeckung für das kommende Jahr nachkommen zu können, trägt man unter anderem die Steiermark Schau 2027 nicht mehr aus, zudem erweitert bzw. führt man Schließtage ein. „Diese betreffen an den Grazer Standorten das Volkskundemuseum am Paulustor und das Museum für Geschichte, in den Regionen das Österreichische Freilichtmuseum Stübing, die Rosegger-Museen in Krieglach, das Museum in Schloss Trautenfels und die Museen in Schloss Stainz“, heißt es weiter. Bei Letzteren wird zudem ein Saisonbetrieb von April bis Oktober eingeführt.
Rund 20 Personen verlieren ihren Job
Ganz ohne Personalreduktion geht es mit diesen Maßnahmen ebenfalls nicht, das Universalmuseum spricht von „rund 20 Personen“, die davon betroffen seien. Und: „Darüber hinaus werden Personalnachbesetzungen nur eingeschränkt stattfinden.“ Fallen wird außerdem der Eintritt für alle unter 19 Jahren, zudem wird das Budget für zentrale Sammlungsankäufe und das Marketingbudget gekürzt. Der Betrieb der Museumsakademie wird aufgegeben, man ist aber auf der Suche nach einem neuen Träger.
„Budgetkürzungen stellen uns vor große Herausforderungen“
Marko Mele und Josef Schrammel, die beiden Geschäftsführer des Universalmuseums Joanneum, zur aktuellen Situation: „Die angekündigten Budgetkürzungen des Landes Steiermark sowie außergewöhnliche finanzielle Belastungen stellen uns vor große Herausforderungen. Um den Betrieb des Museums langfristig sichern zu können, sind wir gezwungen, umfangreiche Einsparungsmaßnahmen zu ergreifen.“ Die Schritte habe man bis zuletzt versucht, zu vermeiden, sie würden „besonders schwer wiegen“.