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/ ©Montage: Google Streetview/BARMHERZIGE BRÜDER
Foto auf 5min.at zeigt Oliver Szmej vor dem Barmherzige Brüder Krankenhaus in Graz.
Der Regionale Strukturplan Gesundheit 2030 soll die medizinische Versorgung in der Steiermark moderner und effizienter gestalten.

Barmherzige Brüder bauen ambulante Versorgung aus

Mit dem neuen Gesundheitsplan will die Steiermark die medizinische Versorgung modernisieren. Die Barmherzigen Brüder Graz setzen dabei auf mehr ambulante Behandlungen, enge Zusammenarbeit und effiziente Nutzung der Ressourcen.

von Julia Waldhauser Teamfoto von 5min.at: Julia Waldhauser ist für die Online-Redaktion Graz tätig.
2 Minuten Lesezeit(454 Wörter)

Mit dem neuen „Regionalen Strukturplan Gesundheit 2030“ soll die Gesundheitsversorgung in der Steiermark effizienter und zukunftssicher werden. „Die klare Priorisierung von ambulant vor stationär, der gezielte Ausbau tagesklinischer Betten und Therapien sowie die Steigerung der Effizienz in der Versorgung sind zentrale Elemente, um den Herausforderungen der Zukunft nachhaltig zu begegnen“, erklärt Oliver Szmej, Gesamtleiter der Barmherzigen Brüder Graz. Der Fokus liegt demnach darauf, Patienten möglichst wohnortnah und ohne langen Spitalsaufenthalt zu versorgen. Tagesklinische Angebote gewinnen dabei zunehmend an Bedeutung, sowohl im konservativen als auch im operativen Bereich.

Zusammenarbeit als Schlüssel

Ein weiterer Schwerpunkt des RSG 2030 ist die stärkere Kooperation zwischen öffentlichen Spitälern und Ordenskrankenhäusern. Szmej betont: „Besonders hervorzuheben ist die verstärkte Kooperation zwischen der KAGes und den Ordensspitälern, ebenso wie das Zusammenspiel zwischen dem niedergelassenen Bereich und den stationären Krankenhäusern.“ Dieses gemeinsame Vorgehen diene vor allem dem Wohle der Betroffenen und trage dazu bei, die Qualität der medizinischen Versorgung weiter zu stärken.

Foto auf 5min.at zeigt Oliver Szmej
©BARMHERZIGE BRÜDER
Oliver Szmej, Gesamtleiter der Barmherzigen Brüder Graz, betont die Bedeutung von Kooperation und ambulanten Angeboten für die Zukunft der Patientenversorgung.

Effizienz trotz finanzieller Herausforderungen

In Zeiten knapper öffentlicher Budgets gewinnt die effiziente Nutzung vorhandener Mittel zunehmend an Bedeutung. „Gerade in finanziell herausfordernden Zeiten ist es entscheidend, durch die Optimierung von Prozessen und eine enge Zusammenarbeit aller Partner die vorhandenen Mittel bestmöglich einzusetzen“, so Szmej weiter. Damit könne das hohe Niveau der Patientenbetreuung gesichert und weiterentwickelt werden.

Aktiver Beitrag aus Graz, Murtal und Leoben

Die Barmherzigen Brüder Graz begrüßen die Zielsetzungen des RSG 2030 ausdrücklich. „Wir als Barmherzige Brüder freuen uns, mit unserem Krankenhaus in Graz sowie den Gesundheitszentren in Murtal und Leoben einen aktiven Beitrag leisten zu können“, sagt Szmej. Das Haus verfolgt bereits seit Jahren einen klaren Weg: den Ausbau der tagesklinischen Betreuung. Dieses Modell hat sich, so Szmej, „als richtig und zukunftsweisend erwiesen und bestätigt unser Engagement für eine moderne, patientennahe und ressourcenschonende Versorgung“.

Landessanitätsrat: Basisversorgung und Spezialisierung sichern

Auch der Vorsitzende des Landessanitätsrats, Primarius Erich Schaflinger, begrüßt den neuen Gesundheitsplan. „Der vorliegende RSG-ST ist eine auf den vorgegebenen Strukturen detailliert erarbeitete Grundlage, um die Versorgung der Steirerinnen und Steirer in allen Regionen zu gewährleisten“, sagt Schaflinger zum vorgestellten Entwurf des Regionalen Strukturplans Gesundheit. „Uns als beratendes Gremium geht es um umsetzbare Schritte, heute und auch in der Zukunft. Wir sind in der Medizin in einem Spannungsfeld, mit der Aufgabe einer gesicherten Basisversorgung und hochspezialisierten Entwicklungen. Auf diesem Weg der notwendigen strukturellen Veränderungen gilt es die Menschen mitzunehmen. Der Landessanitätsrat wird seiner Aufgabe, im Gesundheitswesen zu beraten und fachlich zu unterstützen, gerecht und wird in der nächsten Periode die erfolgreiche Umsetzung des RSG begleiten, inhaltlich analysieren und an die politisch Verantwortlichen kommunizieren“, so Schaflinger.

Foto auf 5min.at zeigt Primarius Erich Schaflinger, Vorsitzender des Landessanitätsrats
©KAGes
Prim. Erich Schaflinger, Vorsitzender des Landessanitätsrats, sieht im RSG 2030 die Grundlage für eine gesicherte Versorgung in allen Regionen der Steiermark.
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