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/ ©Montage: NEOS & Google Streetview
Bild auf 5min.at zeigt einen Mann vor einem Krankenhaus.
NEOS warnen: Spitalsplan könnte Wartezeiten auf Operationen deutlich verlängern

„Völlig unverständlich“: Kritik an Schließung der Orthopädie in Bad Radkersburg

Der neue steirische Regionale Strukturplan Gesundheit 2030 sorgt für Aufregung: Das LKH Bad Radkersburg verliert seine Orthopädie-Abteilung. Kritik kommt von den NEOS, die vor längeren Wartezeiten warnen.

von Elisa Auer Elisa Auer 5 Minuten Redaktion
3 Minuten Lesezeit(573 Wörter)

Der Regionale Strukturplan Gesundheit 2030 (RSG 2030) für die Steiermark wurde diese Woche präsentiert. Die vorgestellten Maßnahmen und Pläne sorgten bei der Opposition für viel Kritik, 5 Minuten berichtete: Änderungen und Kritik: Steiermark präsentiert Spitalspläne.

Bad Radkersburg verliert Orthopädie

Alle Spitalsstandorte in der Steiermark bleiben bestehen, wenngleich teilweise mit erheblichen Einschränkungen. So verliert das LKH Bad Radkersburg seine orthopädische Abteilung, einen zentralen Leistungsbereich, während das Spital in Bad Aussee nahezu vollständig reduziert wird – eine Entscheidung, die vor Ort auf starken Widerstand stößt. In Liezen hat man „Plan A“, dem Bau eines Leitspitals in Stainach-Pürgg eine Absage erteilt. Stattdessen kommt „Plan B“ zum Einsatz.

NEOS kritisieren RSG 2030

„Mit der Schließung der Orthopädie am Standort Bad Radkersburg wird den Steirer:innen eine der wichtigsten Anlaufstellen für orthopädische Eingriffe genommen. Damit drohen nicht nur längere Wege, sondern vor allem noch längere Wartezeiten auf Operationen“, wird in einer Aussendung der NEOS kritisiert. Weiter heißt es: „Der RSG 2030 bringt viele Abstriche für die Gesundheitsversorgung der Steirerinnen und Steirer mit sich. Ein vollkommen unverständlicher Einschnitt ist die Schließung der etablierten Abteilung für Orthopädie und orthopädische Chirurgie in Bad Radkersburg. Während die akutmedizinische Versorgung künftig in Wagna stattfinden soll, werden geplante Eingriffe nach Deutschlandsberg verlegt.“

NEOS warnen vor langen Wartezeiten auf OP-Termine

„Eine funktionierende Abteilung auf einen anderen Standort zu verschieben, ist ein pures Glücksspiel. Die Verlagerung einer Abteilung heißt nicht, dass das gesamte Team den Standort wechselt oder die Qualität dort in gleicher Weise aufrechterhalten werden kann. Das ist Spekulation zulasten der Steirerinnen und Steirer!”, so der steirische NEOS-Klubobmann Niko Swatek. Weiter heißt es: „Zudem riskiert die Landesregierung damit noch längere Wartezeiten auf OP-Termine. Bei Knie- oder Hüft-Operationen musste man in Radkersburg zuletzt mit einer Wartezeit von einem guten halben Jahr rechnen. In Graz warten Patient:innen aber noch deutlich länger, nämlich bis zu 65 Wochen.“

90 Prozent der Betten ausgelastet

Swatek warnt: “Bad Radkersburg ist einer der etablierten Standorte für Hüft- und Knie-Operationen. Es ist damit für viele Patient:innen noch ein Ausweg, weil die Wartezeiten dort mit 30 Wochen etwa halb so lang sind wie in Graz. Wenn Bad Radkersburg als etablierter Standort geschlossen wird, besteht die Gefahr, dass die Wartezeiten in der gesamten Steiermark deutlich ansteigen.” Außerdem sei Bad Radkersburg ein Vorzeigebeispiel für eine funktionierende Abteilung mit vorhandener Spezialisierung: Mit 31.12.2024 waren alle Dienstposten am Standort Radkersburg besetzt, durchschnittlich sind 90 Prozent der Betten ausgelastet. Dass genau dieser Standort geschlossen wird, ergibt für die NEOS keinen Sinn.

Montage auf 5min.at zeigt ein Krankenhaus und Niko Swatek (NEOS)
©Montage: Canva/NEOS
Swatek: “Schließung von Bad Radkersburg ist Spekulation zulasten der Steirerinnen und Steirer”

Sax: „Spitzenleistungen vor Ort gehen verloren“

“Die Landesregierung spricht immer davon, wie wichtig Spezialisierungen sind. Aber gerade Bad Radkersburg hat eine funktionierende Spezialisierung, die nun aufgelöst werden soll. Der Standort hat zudem historische Bedeutung, durch das Krankenhaus hat sich Bad Radkersburg auch als Reha-Standort etabliert. Auch heute gibt es noch eine enge Zusammenarbeit mit der Reha, viele Patient:innen nehmen das Krankenhaus in Anspruch. Auch diesen wichtigen Synergie-Effekt zerstört die Landesregierung mit der Schließung“, betont Sax. “Spitzenleistungen vor Ort gehen verloren und 2400 operative Eingriffe pro Jahr finden nicht mehr in Bad Radkersburg statt“, betont NEOS-Gemeinderat Patrick Sax (Radkersburg). Und weiter: “Spitzenleistungen vor Ort gehen verloren und 2400 operative Eingriffe pro Jahr finden nicht mehr in Bad Radkersburg statt.”

Bild auf 5min.at zeigt einen Mann.
©NEOS Steiermark
NEOS-Gemeinderat Patrick Sax aus Radkersburg äußert Kritik.
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