Endgültiges Aus für Triebener Zahnambulatorium: Stadt will Kassenstellen
Das BVAEB-Zahnambulatorium in Trieben wird geschlossen. Bürgermeister Klaus Herzmaier bestätigte, dass alle Proteste, von einer Petition mit 1700 Unterschriften bis hin zu politischen Interventionen, ohne Erfolg geblieben sind.
Laut Bürgermeister Klaus Herzmaier, so aus einem Bericht der Kleinen Zeitung, habe auch ein Gespräch mit BVAEB-Vizegeneraldirektor Werner Bogendorfer keine Wende gebracht. Das Leistungsangebot läuft mit Ende des ersten Quartals 2026 aus. Betroffen ist nicht nur die Stadt selbst: Das Ambulatorium wurde von Patienten aus dem gesamten Bezirk Liezen und Teilen des Bezirks Leoben genutzt.
Alternativplan soll Lösung bringen
Nach dem gescheiterten Versuch, die ÖGK als neue Trägerin zu gewinnen, konzentriert sich Trieben nun auf einen Alternativplan. Die Stadt strebt eine zusätzliche Zahnarzt-Kassenstelle an. Das dafür notwendige Bevölkerungslimit wurde allerdings auf 4000 Einwohner erhöht, Trieben zählt rund 3400. Gemeinsam mit Hohentauern und Wald am Schoberpass versucht man nun, diese Grenze zu erreichen. Die ÖGK prüft derzeit eine Lösung. In einer schriftlichen Stellungnahme heißt es, man bewerte aktuell Bedarf und Umsetzbarkeit einer zusätzlichen Kassenstelle. Außerdem gäbe es weiterhin die Möglichkeit eines Jobsharings, wie es die derzeitige Vertragszahnärztin bereits nutzt. Ob Trieben die dringend benötigte Versorgung sichern kann, wird sich in den kommenden Wochen entscheiden.