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/ ©Fotomontage Canva
Das Bild auf 5min.at zeigt ein zerbrochenes Sparschein und einen Insolvent-Stempel.
Vier Unternehmen der Heidenbauer-Gruppe haben heute Insolvenz angemeldet.

Traditionskonzern in der Steiermark in Not: 129 Jobs sind nun in Gefahr

Die Brucker Heidenbauer-Unternehmensgruppe steht unter massiven finanziellem Druck. Gleich vier Firmen des Metall- und Fassadenbauers haben am Landesgericht Leoben Insolvenz angemeldet. Betroffen sind 129 Mitarbeiter.

von Leema Mohsenzada-Slaje Auf dem Foto auf www.5min.at sieht man Leema Mohsenzada-Slaje.
2 Minuten Lesezeit(318 Wörter)

Heute haben vier Unternehmen der Heidenbauer-Unternehmensgruppe, nämlich die nämlich die Heidenbauer Edelstahl GmbH („HE“), Heidenbauer Dach Wand GmbH („HDW“), Heidenbauer Aluminium GmbH („HA“) und Heidenbauer Stahl und Tragwerk GmbH („HST“) beim Landesgericht Leoben Insolvenzanträge eingebracht. Alle vier Firmen sitzen in Bruck an der Mur, und gehören zu 100 Prozent der Heidenbauer Management GmbH. Die Gruppe ist seit 1946 im Metallbau tätig. Die Geschäftsführung ist konzernweit eng verflochten: Bei allen Gesellschaften ist Batoor Khan als Geschäftsführer eingetragen, daneben jeweils ein weiterer Geschäftsführer pro Firma (u. a. Michael Grünwald, Klemens Pilat, Ing. Thomas Blacher, Andreas Palm).

Konkursverfahren beantragt

In allen vier Fällen gibt es hohe Verbindlichkeiten gegenüber Banken, Lieferanten, öffentlichen Stellen und aufgrund erhaltener Kundenanzahlungen. Teilweise sind offene Forderungen abgetreten oder Betriebs- und Geschäftsausstattung besichert, was den Spielraum weiter einschränkt. „Zu den Insolvenzursachen führt man aus, dass die COVID-19 Pandemie zu einer Reduktion der Wirtschaftsleistung sowie einer massiven Verteuerung im Bereich der Materialbeschaffung geführt hat. Auch die allgemeine wirtschaftliche Lage insbesondere auf dem Immobiliensektor sowie der Russland-Ukraine-Krieg zeitigen entsprechende Auswirkungen“ heißt es in dem Schreiben des Alpenländischen Kreditorenverbands.

Fortführung erwünscht, Gläubiger müssen zustimmen

Trotz hoher Überschuldung ist das Ziel klar: Die Unternehmen sollen, soweit wirtschaftlich sinnvoll, weitergeführt werden. Bei Edelstahl und Dach Wand liegen konkrete Sanierungspläne mit 20- bzw. 30-Prozent-Quote vor. Die nötigen Mittel sollen aus dem laufenden Betrieb, Restrukturierungen und der Beteiligung eines Investors kommen. Bei Aluminium und Stahl und Tragwerk wird geprüft, ob eine Fortführung einzelner Projekte und ein späterer Sanierungsplan möglich sind. Die bestellten Insolvenz- und Sanierungsverwalter müssen nun klären, ob die Pläne realistisch sind und im Interesse der Gläubiger liegen. Erst danach entscheiden die Gläubigerversammlungen über Annahme oder Ablehnung der Sanierungsangebote.

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