
„Kleiner Einsatz, große Wirkung“: Rekrut rettete Menschenleben
Ein junger Steirer aus Heiligenkreuz rettete einem Mann aus Nordeuropa das Leben. Seinen ersten Schritt machte er bei einer Aktion des Militärkommandos Kärnten.
Manchmal beginnt eine besondere Geschichte mit einem unscheinbaren Moment. So wie bei dem 21-jährigen Steirer Janek 2024 während seiner Grundausbildung der Fall war. Er stand bei einer Typisierungsaktion des Militärkommandos Kärnten. Ein kurzer Stich, ein Formular, mehr nicht. Niemand wusste, dass ausgerechnet er der erste Rekrut sein würde, der aus dieser Aktion später ein Leben retten sollte. Er sagt, ihn habe fasziniert, dass man „mit einem vergleichsweise kleinen Einsatz ein anderes Leben retten“ kann.
Ein Jahr später änderte ein Anruf alles
Die Typisierung rückte für ihn bald in den Hintergrund. Die Wahrscheinlichkeit, jemals gebraucht zu werden, war gering. Genau ein Jahr später kam die Nachricht, die er nicht erwartet hatte. Janek wurde als passender Spender für einen Mann aus Nordeuropa gefunden, der an Blutkrebs erkrankt war. „Umso größer war die Überraschung, als ich nach einem Jahr kontaktiert wurde“, sagt er. Die Zusage hat etwas in ihm ausgelöst. „Als ich die endgültige Zusage bekam, war ich gleichzeitig aufgeregt und stolz. Das Gefühl, konkret helfen zu können, war überwältigend.“

Wie aus einer Entscheidung Hilfe wird
Alles, was danach folgte, war für ihn gut begleitet. „Der gesamte Ablauf – von der Kontaktaufnahme über die Voruntersuchungen bis hin zur Spende – verlief sehr strukturiert und professionell“, erinnert sich Janek. Bei ihm wurde die periphere Methode angewendet: fünf Stunden lang Blutentnahme, während die Stammzellen herausgefiltert wurden. Die Vorbereitung war spürbar, aber für ihn gut auszuhalten. „Während der Vorbereitungsphase hatte ich leichte Nebenwirkungen wie Müdigkeit und Gliederschmerzen, aber diese verschwanden schnell wieder“. Und dann sagt er den Satz, der viel über sein Verständnis von Hilfe erzählt: „Der körperliche Aufwand war insgesamt sehr gering – im Vergleich zu dem, was man damit bewirken kann.“
„Ich würde es sofort wieder tun“
Seine Spende hat einem Menschen neue Hoffnung gegeben. Für Janek bleibt vor allem eines hängen: „Es war eine spannende und bereichernde Erfahrung. Ich würde es sofort wieder tun und kann nur jeder und jedem empfehlen, sich registrieren zu lassen.“
Nächste Typisierungsmöglichkeit in Kärnten:
- Mittwoch, 19. November 2025 von 9 bis 12 Uhr Typisierungsaktion bei der KABEG im Landeskrankenhaus Villach.
- Samstag, 22. November 2025 von 14.30 bis 16 Uhr beim Krampuslauf in Eberndorf.