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Das Bild auf 5min.at zeigt eine Mutter mit einem Baby.
Die Geburtenzahl in der Steiermark ist 2024 erstmals unter 10.000 gesunken.

Steiermark: Geburtenzahl fällt erstmals unter 10.000

Die Steiermark verzeichnet 2024 so wenige Geburten wie noch nie. Nur Graz schafft ein kleines Plus. Zugleich steigt die Lebenserwartung wieder an, und auch bei Scheidungen zeigt die Statistik einen neuen Tiefstand.

von Julia Waldhauser Teamfoto von 5min.at: Julia Waldhauser ist für die Online-Redaktion Graz tätig.
2 Minuten Lesezeit(415 Wörter)
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Die Landesstatistik bestätigt, was sich seit Jahren abzeichnet. 2024 kamen in der Steiermark nur noch 9.938 Kinder zur Welt. Das sind um 437 weniger als im Jahr davor und ein Minus von 4,2 Prozent. Damit lag die Zahl erstmals unter der Marke von 10.000. Die Kinderzahl pro Frau sank von 1,33 auf 1,28 und gehört österreichweit zu den niedrigsten Werten. Auffällig sind die Extremfälle. Eine 14-Jährige brachte ein Kind zur Welt, eine 52-Jährige ihr erstes. Eine 41-Jährige bekam ihr zwölftes Kind.

Graz hält als Einziger dagegen

In den Bezirken zeigen sich starke Unterschiede. Martin Mayer, Leiter des Referats Statistik und Geoinformation, sagt: „Leoben (+8,0 %) und Murau (+5,9%) waren 2024 die einzigen Bezirke mit einem deutlichen Plus bei den Lebendgeburten.“ Graz selbst legte nur leicht zu, kam aber auf 2.905 Geburten und war damit der einzige Bezirk mit Geburtenüberschuss. In allen anderen Bezirken starben mehr Menschen, besonders stark in der Obersteiermark. Die stärksten Rückgänge bei den Geburten gab es in der Südoststeiermark und in Liezen.

Mia und Jakob an der Spitze

Bei den Vornamen gab es ein neues Bild. Mia verdrängte erstmals alle anderen Mädchen­namen und liegt nun vor Marie und Emma. Bei den Buben führt Jakob zum vierten Mal, dahinter folgen Paul und Noah. Die Statistik zeigt aber auch, wie vielfältig die Namenswahl geworden ist. 1.226 verschiedene Mädchennamen wurden vergeben, 788 davon nur einmal. Bei den Buben waren es 1.154 Namen, 725 davon nur einmal. Unter den seltenen Namen finden sich Aldi, Cosimo oder Findus, bei den Mädchen etwa Mitzi, Lorelei oder Precious.

Lebenserwartung steigt wieder

Ein Lichtblick sind die Sterbefälle. Sie sanken um 2,1 Prozent auf 13.251. Damit liegt die Zahl wieder klar unter den Werten der vergangenen Jahre. Die Lebenserwartung stieg auf 84,8 Jahre bei Frauen und 79,9 Jahre bei Männern. Auch bei den Suiziden zeigt sich eine Verbesserung. 2024 starben 198 Menschen durch Suizid, erstmals seit Jahrzehnten unter der Marke von 200.
Trotzdem bleibt das Geburtendefizit groß. Mit –3.313 ist es das dritthöchste seit dem Zweiten Weltkrieg.

Weniger Scheidungen, mehr Hochzeiten

Bei den Hochzeiten nahm die Zahl wieder zu. 6.600 Paare gaben sich 2024 das Jawort, um 249 mehr als im Jahr davor. Der 24. August war der beliebteste Tag zum Heiraten. In Graz und Graz-Umgebung wurden zusammen fast 40 Prozent aller steirischen Trauungen geschlossen. Die Zahl der Scheidungen fiel dagegen weiter. 1.871 Ehen wurden 2024 geschieden, der niedrigste Wert seit 1984. Die Gesamtscheidungsrate sank auf 32,6 Prozent. Sieben Paare ließen sich sogar erst nach der Goldenen Hochzeit scheiden, eines nach fast 57 Jahren.

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