Acht Jahre vergessen und dann der Anruf: So wurde Fabian zum Retter
Eine Entscheidung, die er längst vergessen hatte, wurde acht Jahre später zu einem Moment, der ein Leben verändern könnte. Fabian (29) spendete Stammzellen und schenke einem jungen Mann neue Hoffnung.
Fabian aus Eisenerz ist 29, Polizist und seit wenigen Monaten Stammzellspender. Seine Geschichte beginnt aber viel früher: 2017 ließ er sich bei einer großen Typisierungsaktion im Bezirk Leoben registrieren. Damals war es ein spontaner Entschluss. Einer jener Schritte, die man macht, weil es richtig scheint, ohne zu ahnen, welche Bedeutung er eines Tages haben wird. Acht Jahre lang dachte er kaum mehr daran. Dann, vor zwei Monaten, klingelte sein Telefon. Eine Person in Westeuropa brauchte genau seine Stammzellen. Fabian erinnert sich an diesen Moment und sagt rückblickend, dass ihn die Nachricht völlig überrascht habe. Ihm sei sofort klar gewesen, dass er helfen möchte.
„Ich wurde auf Herz und Nieren geprüft“
Was dann folgte, war ein intensiver medizinischer Check. Fabian berichtet, dass wirklich alles durchgegangen wurde, um sicherzugehen, dass er spenden darf. „Zum Glück war alles in Ordnung“, sagt er. Und obwohl er nicht unbedingt ein Freund von Spritzen ist, stellte sich schnell heraus: Im Vergleich dazu, was eine Spende für den Empfänger bedeutet, sei das Nebensache. Am 15. Juli 2025 war es schließlich so weit: Im Uniklinikum Graz spendete Fabian seine Stammzellen. Geduldig, aufmerksam und gut begleitet, sowohl vom Team des Uniklinikums als auch von den Mitarbeitern von Geben für Leben. Seine Freundin war die ganze Zeit an seiner Seite. Geben für Leben fand die richtigen Worte für diesen selbstlosen Akt und bedankten sich bei ihm: „Lieber Fabian, danke für deinen unbezahlbaren Einsatz! Mit deiner Stammzellenspende hast du einem Menschen ein echte Chance auf Leben geschenkt. Dein Mut und deine Hilfsbereitschaft sind nicht selbstverständlich, du bist ein Vorbild.“