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Das Bild auf 5min.at zeigt einen Grazer Adventmarkt.
Das erste Adventwochenende in der Steiermark wird von einer traurigen Bilanz überschattet. 1.011 Anzeigen und 50 verhängte Organmandate.

Alkohol, Drogen, Tempo: 1.000 Anzeigen nach erstem Adventwochenende

Die Steiermark reagiert auf alarmierende Unfallzahlen und ein hartes Adventwochenende mit über 1.000 Anzeigen. Mit der Kampagne „Weniger Alkohol – Mehr vom Leben“ will man jetzt ein klares Zeichen setzen.

von Leema Mohsenzada-Slaje Auf dem Foto auf www.5min.at sieht man Leema Mohsenzada-Slaje.
2 Minuten Lesezeit(320 Wörter)
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Der vorweihnachtliche Trubel war am ersten Adventwochenende auch auf den Straßen deutlich spürbar. Die Polizei setzte einen landesweiten Verkehrsschwerpunkt, mit ernüchternder Bilanz: 1.011 Anzeigen, vor allem wegen überhöhter Geschwindigkeit, dazu vier Anzeigen wegen Alkohol- oder Drogeneinfluss und zwei Führerscheinabnahmen. Insgesamt wurden 240 Verkehrskontrollen durchgeführt. Zusätzlich verhängten die Beamten 50 Organmandate, etwa wegen Nichtanlegen des Gurts oder Handy am Steuer.

Alarmierende Unfallzahlen

Die verschärften Maßnahmen kommen nicht ohne Grund. 478 Verkehrsunfälle mit Verletzten waren 2024 in der Steiermark auf Alkohol zurückzuführen, das ist fast jeder zehnte Unfall. Über 600 Menschen wurden verletzt, die Zahl der Todesopfer hat sich seit 2015 verdoppelt. Besonders gefährdet: Lenker zwischen 25 und 29 Jahren. Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl findet klare Worte: „Alkohol ist grundsätzlich nie die beste Entscheidung und sich danach ans Steuer zu setzen, ist schlicht verantwortungslos. Wer betrunken fährt, spielt mit Menschenleben.“ Er appelliert an alle Fahrzeuglenker: „Wenn Alkohol im Spiel ist, bleibt das Auto stehen.“ Auch Verkehrslandesrätin Claudia Holzer warnt eindringlich: „Alkoholeinfluss wird massiv unterschätzt. Und die Unfallzahlen sprechen leider eine klare Sprache, die Zahlen steigen wieder!“

Polizei und Gesundheitsfonds bündeln Kräfte

Erstmals arbeiten die Landespolizeidirektion Steiermark und der Gesundheitsfonds im Rahmen von GEMEINSAM.SICHER eng zusammen. Landespolizeidirektor-Stellvertreter Helmut Richter betont: „Bewusstseinsbildung und Prävention sind wesentliche Bestandteile unserer polizeilichen Arbeit.“ Oberst Kurt Lassnig ergänzt: „Jeder Unfall mit Verletzten oder Toten ist mit großem Leid verbunden. Wir setzen alles daran, dieser Entwicklung entgegenzuwirken.“

„Sei kein Risiko“: Kampagne startet in der Adventzeit

Parallel zu den Kontrollen startet die landesweite Sicherheitskampagne „Sei kein Risiko – Kein Alkohol am Steuer“. Sie richtet sich besonders an junge Lenker und jene, die in der Vorweihnachtszeit häufiger zu Glühwein & Co. greifen. Sandra Marczik-Zettinig vom Gesundheitsfonds erklärt: „Uns geht es um Alternativen, die besser für die Gesundheit sind – gerade im Straßenverkehr. Sensibilisierung statt erhobener Zeigefinger.“

Geplant sind:

  • Kurzfilme auf Social Media und für Schulungen
  • Plakate in Berufsschulen, Kasernen und bei Verkehrssicherheitsberatungen
  • Workshops an Schulen
  • Laufender Austausch zwischen Polizei und Gesundheitsfonds
  • Aufbau einer langfristigen Sicherheitspartnerschaft
  • Klare Regeln, harte Konsequenzen
  • Die gesetzlichen Grenzen bleiben eindeutig: 0,5 Promille für Pkw- und Motorradfahrer, 0,1 Promille für Probeführerscheinbesitzer und Berufslenker
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