Nach über 20 Jahren: Steirischer Traditionsbetrieb vor dem Aus
Der Alpenländische Kreditorenverband informiert: Die Feiner GmbH hat beim Landesgericht Leoben einen Antrag auf Eröffnung eines Konkursverfahrens eingebracht.
Die Feiner GmbH, die im Jahr 2001 gegründet wurde, betreibt zwei Standorte, nämlich den Stammbetrieb in Hönigsberg (Bezirk Bruck Mürzzuschlag, Steiermark) sowie eine Gießerei in Wartmannstetten (Niederösterreich). Der Gießereibetrieb in Wartmannstetten wurde im Jahr 2021 übernommen. Beide Standorte werden aufgrund von Mietverträgen genutzt. Das Unternehmen ist im Bereich Kunstschmiede beziehungsweise Kunstgießereifertigungen tätig. Gegenwärtig werden 17 Dienstnehmer (12 Arbeiter und 5 Angestellte) sowie ein Lehrling beschäftigt.
Passiva betragen rund 1,02 Mio. Euro
Zu den Insolvenzursachen verweist man auf massive Umsatzeinbrüche, insbesondere Kunstgießerei, nachdem vor allem Auftragsvergaben durch die öffentliche Hand nahezu weggefallen seien. Hinzutreten die allgemeinen Kostensteigerungen im Bereich Personal und Energie. Die Verbindlichkeiten betragen laut vorgelegtem Vermögensstatus rund 1.020.000 Euro wovon rund 423.000 Euro auf Bankverbindlichkeiten und 266.000 Euro auf Dienstnehmerforderungen entfallen, Lieferanten schuldet man rund 149.000 Euro. Der Rest entfällt auf Steuer- und Abgabenrückstände bzw. offene Mieten. Die Aktiva bewertet man mit rund 425.000 Euro. Rund 200.000 Euro entfallen auf offene Kundenforderungen, welche jedoch an die finanzierende Bank abgetreten sein dürften.
Keine Sanierung beabsichtigt
„Eine Sanierung ist nicht beabsichtigt, sodass das Unternehmen zu schließen und liquidieren sein wird“, so äußert sich der AKV zur weiteren Vorgangsweise.