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Das Bild auf 5min.at zeigt eine Demo gegen Femizide in Graz
Zahlreiche Menschen versammelten sich am Kaiser-Josef-Markt um an Gewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen und Stefanie P. zu gedenken.

Mahnwache gegen Gewalt an Frauen: Graz gedenkt ermordeter Stefanie P.

Mehrere hundert Menschen haben in Graz im Rahmen der „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ auch an die getötete Stefanie P. erinnert. Mit Kerzen und bewegenden Reden setzten sie ein Zeichen gegen Femizide.

von Leema Mohsenzada-Slaje Auf dem Foto auf www.5min.at sieht man Leema Mohsenzada-Slaje.
2 Minuten Lesezeit(431 Wörter)
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Stille, Kerzenlicht und spürbare Betroffenheit: Am Dienstagabend, dem 2. Dezember, versammelten sich mehrere hundert Menschen am Kaiser-Josef-Platz, um gegen Gewalt an Frauen zu appellieren und auch an die Grazerin Stefanie P. zu erinnern. Die 31-Jährige war vor wenigen Wochen getötet worden, ein Femizid, der Österreich tief erschüttert hat. Graz beteiligte sich mit der Mahnwache an den internationalen „16 Tagen gegen Gewalt an Frauen“, einer weltweiten Kampagne, die jährlich zwischen 25. November und 10. Dezember auf Gewalt und strukturelle Ungleichheiten aufmerksam macht.

Das Bild auf 5min.at zeigt eine Demo gegen Femizide in Graz
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Ein Platz wird zum Mahnmal

Kerzen standen dicht an dicht, Menschen hielten Abstand zueinander und dennoch zusammen. Es war kein Schweigen aus Ratlosigkeit, sondern ein bewusstes Innehalten. Ein kollektives Zeichen, das sagen sollte: „Wir sehen hin. Wir lassen keine Einzige zurück.“  Organisiert wurde die Mahnwache von Anna Majcan, Vorsitzende des Grazer Frauenrates. Im Mittelpunkt stand die Erinnerung an Stefanie P., aber auch die klare Botschaft, dass Femizide in Österreich kein Randphänomen sind, sondern ein strukturelles Problem. „Der 15. Femizid in diesem Jahr, das ist ein Schrei, kein Einzelfall.“ Auch betonte sie, dass das Ausmaß der Gewalt gegen Frauen unerträglich ist. In einer eindringlichen Rede sprach Sahar Mohsenzada, stellvertretend für Bürgermeisterin Elke Kahr. Ihre Worte gingen vielen der Anwesenden sichtlich nahe: „Wir stehen heute hier, weil wir schon wieder eine Frau verloren haben. Der 15. Femizid in diesem Jahr. Hinter dieser Zahl steht ein Mensch, ein Leben, das nicht hätte enden dürfen.“ Sie erinnerte daran, dass Gewalt gegen Frauen in Österreich längst Alltag ist: „Jede dritte Frau erlebt körperliche oder sexuelle Gewalt. Monatlich werden drei Frauen ermordet, meist von Männern, die ihnen nahestanden.“ Die Botschaft: Gewalt passiert überall. Sie hat keine Herkunft, keine Schicht und keine bestimmte Gruppe. Sie ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. Auch Anna Slama sprach im Namen von Vizebürgermeisterin Judith Schwentner. Sie betont, wie wichtig es sei, dass Betroffene Anlaufstellen kennen und dass die Politik konsequent handeln müsse.  Mohsenzada brachte es zum Abschluss auf den Punkt: „Für jede Frau, die nicht mehr sprechen kann. Für jede, die heute Angst hat. Und für eine Zukunft, in der keine weitere Frau ihr Leben verliert, nur weil sie eine Frau ist. Ni Una Menos.“

©5 Minuten | Das Grrrls Chor sing „Cancion Sin Miedo“.

„Ni Una Menos“: nicht eine weniger

Die Mahnwache am Kaiser-Josef-Platz war nicht nur ein Ort des Erinnerns, sondern auch ein Appell. Gewalt gegen Frauen ist kein privates Problem, sondern ein gesellschaftliches. Die Veranstaltung zeigte, dass Graz hinsieht und dass die Forderung nach Schutz, Prävention und klaren politischen Maßnahmen lauter wird.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 03.12.2025 um 08:21 Uhr aktualisiert
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