86.500 Euro für steirische Betriebe: SPAR vergibt neue Obstprämie
Mit einer neuen Obst- und Gemüseprämie zeichnet SPAR erstmals steirische Produzenten für ihre Qualitätsarbeit aus. 86.500 Euro gingen heuer an Betriebe im Bundesland.
Für viele Obst- und Gemüsebauern war der Herbst heuer mehr als nur Erntezeit. SPAR hat erstmals seine neue Obst- und Gemüseprämie ausgeschüttet, die künftig alle zwei Jahre vergeben wird. Insgesamt flossen 243.000 Euro an 334 Betriebe in ganz Österreich, 86.500 Euro davon an Landwirte in der Steiermark. Die Idee dahinter: Qualitätsarbeit, die ohnehin stattfindet, stärker hervorheben und messbar machen. Die Auszahlung richtet sich nach unabhängigen Kontrollen; je nach Ergebnis gibt es bis zu 1.600 Euro pro Betrieb. „Wir sind stolz auf unsere regionalen Landwirte, die mit großem Engagement und Fachwissen für höchste Qualität sorgen. Mit der Obst- und Gemüseprämie möchten wir Danke sagen – für ihre tägliche Arbeit, die unseren Kunde frische, regionale Produkte in bester Qualität garantiert“, so Christoph Holzer, Geschäftsführer SPAR Steiermark/Südburgenland.
Qualitätsprogramm als Grundlage
Die Prämie ist an das überarbeitete „5-Punkte-Qualitätsprogramm“ von SPAR gekoppelt. Es umfasst Vorgaben zu Kontrollen, transparenten Abläufen, Rückverfolgbarkeit, Hygiene und möglichst geringem Pflanzenschutzmitteleinsatz. Produzenten müssen dokumentieren, welche Sorten sie anbauen, wann sie ernten und wie sie lagern. Die Herkunft soll bis zum Feld lückenlos nachvollziehbar sein. Für viele Betriebe ist die Auszeichnung ein positives Signal, besonders in einem Jahr, das von Wetterextremen und steigenden Betriebskosten geprägt war. Eine finanzielle Absicherung ist die Prämie zwar nicht, sie bringt aber zusätzliche Sichtbarkeit. Gleichzeitig bleibt der Handel für die meisten Obst- und Gemüseproduzenten der wichtigste Abnehmer. Die Prämie setzt daher auch Erwartungen an die Landwirte fest: Wer sich bewirbt, muss künftig zusätzliche Dokumentationspflichten erfüllen und regelmäßige Audits akzeptieren. Manche sehen darin zwar eine Chance, andere aber auch eine Abhängigkeit, die weiter wächst. In der Steiermark, wo Obst- und Gemüsebau eine lange Tradition haben, war das Interesse besonders groß. Viele Betriebe erzielten gute Kontrollergebnisse und erfüllten die Vorgaben. Der Fokus liegt hier oft auf kurzen Transportwegen, regionalen Wertschöpfungsketten und einer möglichst ressourcenschonenden Produktion.