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Foto auf 5min.at zeigt das Team rund um die neuen Akkus.
Haben Resch im Jahr 2000 gegründet: Andrea und Gerald Resch, Geschäftsführer-Duo des Unternehmens

Steirisches Akku-Modul soll Europas E-Mobilität verändern

In St. Stefan im Rosental entsteht ein Batteriesystem, das Hersteller von E-Bikes und E-Scootern durch die neue EU-Verordnung brauchen. Ab 2027 müssen Akkus austauschbar sein, die steirische Lösung macht genau das möglich.

von Julia Waldhauser Teamfoto von 5min.at: Julia Waldhauser ist für die Online-Redaktion Graz tätig.
2 Minuten Lesezeit(409 Wörter)
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Die EU zieht die Schrauben an: Schritt für Schritt gelten strengere Regeln dafür, wie Batterien gebaut, genutzt und recycelt werden. Besonders brisant wird es ab Februar 2027, dann musst du Akkus aus Geräten wie E-Bikes oder E-Scootern tauschen können. Weil viele Hersteller bisher verklebte oder verschweißte Batterien verbauen, steht deren aktuelles Design vor dem Aus. Genau hier setzt der Familienbetrieb Resch aus St. Stefan im Rosental an. Das Unternehmen hat ein neues Moduldesign entwickelt, das ohne Klebstoffe oder Schweißpunkte auskommt. Batteriezellen werden mechanisch gesteckt und lassen sich bei einem Defekt einzeln tauschen. „Das verlängert die Lebensdauer, reduziert Kosten und erleichtert das Recycling“, sagt Geschäftsführer Gerald Resch.

Steirer wollen neuen Branchenstandard setzen

Für E-Mobility-Hersteller könnte das System zum entscheidenden Baustein werden, um die strengen EU-Vorgaben einzuhalten. Resch ist überzeugt: „Für die Branche könnte das System zum entscheidenden, aus Österreich stammenden Baustein werden.“ Vor allem Unternehmen, die rasch kompatible Lösungen brauchen, sollen profitieren. Das internationale Interesse zeigt bereits, dass die Steirer hier einen Nerv getroffen haben.

Bis zu ein Drittel günstiger

Die Technologie punktet auch wirtschaftlich: Im Fall einer Serienfertigung rechnet Resch mit Kostenvorteilen von bis zu einem Drittel gegenüber heutigen Lösungen. Möglich wird das durch das breite Know-how am Standort in der Südoststeiermark. Konstruktion, Vorrichtungsbau, Hochvolt-Komponenten, Aufbauanalyse – alles passiert inhouse. „Wir können die gesamte Wertschöpfungskette abbilden“, so Resch. Auch mechanische Bearbeitung, Rührreibschweißen und additive Fertigung gehören dazu.

Interesse aus der Autoindustrie

Das System ist nicht nur für E-Kleinfahrzeuge interessant. Mehrere internationale Pkw-Hersteller prüfen gerade eine mögliche Serienproduktion. CTO Florian Resch erklärt: „Wir sind universell einsetzbar und mit allen Batteriezelltypen kompatibel.“ Einsatzmöglichkeiten sieht das Unternehmen überall dort, wo Energiespeicher gebraucht werden – von Elektromobilität über Luft- und Schifffahrt bis hin zu stationären Speichern für erneuerbare Energien. Besonders wichtig: Das System lässt sich sowohl in kleinen als auch großen Serien automatisiert herstellen.

Foto auf 5min.at zeigt das Team rund um die neuen Akkus.
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Vater-Sohn-Gespann: Florian und Gerald Resch haben ein Moduldesign für E-Scooter, E-Bike & Co. entwickelt, das die gesetzlichen Erfordernisse erfüllt.

Premiere in Graz

Öffentlich vorgestellt wird die Entwicklung Anfang Dezember bei den „Battery Innovation Days“ im Messe Congress Graz. „Dort zeigen wir, dass die Energiezukunft nicht nur in Asien, sondern auch in der Steiermark und Österreich gemacht wird“, betont der CTO. Mit Branchengrößen wie AVL oder Infineon auf einer Bühne will Resch beweisen, dass eine europäische Akku-Wende auch aus der Südoststeiermark heraus möglich ist.

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