Erster „Mikizzaner“ in der Lipizzanerheimat verliehen
Im Kunsthaus Mikizzaner wurde am Donnerstagabend gefeiert, diskutiert und ausgezeichnet. Die erste Verleihung des Kunstpreis Mikizzaner brachte Künstler und Wegbegleiter aus ganz Österreich in die Lipizzanerheimat.
Die Gewinner des ersten Mikizzaners spiegeln die Bandbreite der zeitgenössischen Kunst eindrucksvoll wider. So ging der Hauptpreis an Lila Herderberg & Blue Gecko für ihr genreübergreifendes Werk Mikizzanersong, ein Projekt, das Klang, Bild und erzählerische Elemente zu einer eigenen Sprache verdichtet. Der zweite Platz würdigt MaLo Magic Blue für sein internationales Wirken und seine konsequente künstlerische Auseinandersetzung mit der Farbe Blau. Auf Rang drei wurden Regina Peier & Margot Holzapfel geehrt, deren Lebenswerk die Jury mit dem selten gewordenen Prädikat „ausdrucksstark und beständig“ beschrieb.
Regionale Kunst, die bewegt
Mit dem Regionalpreis Mikizzaner, Lipizzanerheimat standen jene Kunstschaffenden im Mittelpunkt, die in der Region wirken und ihre kulturelle DNA prägen: Christine Kalcher überzeugte mit der Verbindung von Keramik, Farbe und sozialem Engagement. Gerald Mandl erhielt die Auszeichnung für seine kraftvolle Bildsprache, die zwischen Innerlichkeit und expressivem Ausdruck changiert. Der Frauenkunstpreis Womenismus by Mikizzaner war einer der emotionalsten Programmpunkte des Abends: Beatrix Prinz erhielt den ersten Preis für ihr Lebenswerk. An diesem Abend wurden ebenfalls 20 Werke renommierter Künstler im Publikum verlost, der Erlös fließt in Projekte für Kinderrechte. Begleitet wurde die Verleihung von der Stimme der jungen Sängerin Leonie Pabst, die gleichsam ein Versprechen an die Zukunft symbolisierte.
Hintergrund und Blick nach vorne
Das Kunsthaus Mikizzaner versteht sich dabei bewusst als unabhängige Kunstplattform, die sich weder politisch vereinnahmen lässt noch marktwirtschaftlichen Zwängen folgt. Kunst wird hier als Geisteswissenschaft und Vermögenswert gedacht, ein Ansatz, der nicht überall Applaus findet, aber konsequent verfolgt wird. Für 2026 hat die Plattform große Pläne: internationale Kooperationen, neue Ausstellungen und als besonderes Highlight: Eine Einladung in die Hofburg Innsbruck.