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Auf dem Foto von www.5min.at sieht man ein Rettungsauto des Roten Kreuzes.
Wie gut ist der Rettungsdienst in der Steiermark wirklich und was braucht es, damit das auch so bleibt? Ein nun veröffentlichter Bericht bringt Klarheit und sorgt politisch für Diskussionen.

Steirischer Rettungsdienst: So soll die Versorgung gesichert werden

Monatelang war er unter Verschluss, jetzt liegt er vor: Der Bericht zur Zukunft des steirischen Rettungsdienstes. Eine Kommission empfiehlt Verbesserungen und stellt klar, warum Sparen keine Option ist.

von Julia Waldhauser Teamfoto von 5min.at: Julia Waldhauser ist für die Online-Redaktion Graz tätig.
2 Minuten Lesezeit(349 Wörter)

Der Abschlussbericht zur Evaluierung des steirischen Rettungsdienstwesens ist fertig und wurde der Landesregierung vorgelegt. Die Grundlage dafür bildete ein Prüfbericht des Landesrechnungshofes. Eine breit besetzte Kommission hatte seit Februar 2025 daran gearbeitet, Empfehlungen für Verbesserungen auszuarbeiten. Brisant: Obwohl der Bericht bereits seit Monaten fertig war, blieb er zunächst unter Verschluss und wurde weder dem Landtag noch dem Landesrechnungshof übermittelt.

Landesregierung verweist auf Qualität

Landeshauptmann Mario Kunasek (FPÖ) betont, dass das bestehende System bereits gut funktioniere. „Das bestehende Rettungswesen hat bereits eine starke Grundlage. Die Arbeit der Kommission und der daraus entstandene Bericht bieten aber nun die Chance, Effizienz, Transparenz und Koordination zum Vorteil der Bevölkerung weiter zu steigern“, so Kunasek. Ziel sei eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Rettungs- und Notarztwesens in allen Regionen der Steiermark. Auch Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl (ÖVP) verweist auf laufende Schritte: „Mit den ausgearbeiteten Maßnahmen reagieren wir auf den Prüfbericht des Landesrechnungshofs.“ Gleichzeitig müsse die Versorgung der Steirerinnen und Steirer jederzeit gesichert bleiben.

Foto auf 5min.at zeigt Landeshauptmann Mario Kunasek und Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl (r.)
©Land Steiermark/ Binder
Landeshauptmann Mario Kunasek und Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl (r.)

Konkrete Maßnahmen bereits angelaufen

Insgesamt tagte die Kommission neun Mal und behandelte 16 Themenbereiche. Erste Empfehlungen werden bereits umgesetzt. Dazu zählen die Vorbereitung einer Novelle des Steiermärkischen Rettungsdienstgesetzes, eine neue Grundlage für die Datenerhebung gemeinsam mit der EPIG sowie zwei permanente Arbeitsgremien zur Steuerung des Rettungswesens. Zusätzlich soll das Rote Kreuz künftig vertraglich verpflichtet werden, ein standardisiertes Abfrageschema anzuwenden, um Fehleinsätze zu reduzieren.

Kritik von den Grünen

Scharfe Kritik kommt von den Grünen. Kontrollsprecher Lambert Schönleitner spricht von fehlender Transparenz. „Ohne unsere Initiative auf Basis des Informationsfreiheitsgesetzes würden wir wohl noch immer auf Transparenz warten“, sagt er. Der Bericht selbst sei inhaltlich klar: „Wer die hohen Standards im steirischen Rettungswesen – insbesondere im Notarztbereich – aufrechterhalten will, kann hier nicht kürzen.“ Besonders hervorgehoben wird auch der Wert der ehrenamtlichen Arbeit der Einsatzorganisationen sowie die Warnung vor einer Trennung von Rettungsdienst und Krankentransport. Diese würde laut Bericht zu ineffizienten Parallelstrukturen führen. Als mögliche Verbesserungen nennt der Bericht eine gemeinsame, unabhängige Einsatzzentrale und eine einheitlichere Datenlage.

Das Bild auf 5min.at zeigt den Grüne Abgeordneten Schönleitner.
©Grüne
Scharfe Kritik kommt von den Grünen. Kontrollsprecher Lambert Schönleitner spricht von fehlender Transparenz.
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