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Bild auf 5min.at zeigt eine Firma von außen.
Betroffen wäre vor allem der Standort Unterpremstätten südlich von Graz, an dem derzeit rund 1300 Beschäftigte tätig sind.

Infineon zeigt Interesse an ams-Osram: Zukunft des steirischen Werks ungewiss

Beim Halbleiterkonzern ams-Osram könnte eine weitreichende Entscheidung bevorstehen. Die Infineon führt Gespräche über den Einstieg in zentrale Geschäftsbereiche.

von Elisa Auer Elisa Auer 5 Minuten Redaktion
2 Minuten Lesezeit(289 Wörter)
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Beim steirischen Sensorspezialisten ams-Osram bahnt sich ein möglicher Einschnitt an. Wie die Kronen Zeitung berichtet, verhandelt der Halbleiterkonzern Infineon über den Erwerb von Teilen des Medizin- und Industriegeschäfts. Betroffen wäre vor allem der Standort Unterpremstätten südlich von Graz, an dem derzeit rund 1300 Beschäftigte tätig sind. Nach Informationen der Krone hat Infineon dabei weniger Interesse an der Weiterführung des Werks selbst, sondern vielmehr an Technologien, Produktionsprozessen, Patenten und bestehenden Kundenbeziehungen. Eine Übernahme dieser Geschäftsbereiche könnte die Zukunft des steirischen Standorts erheblich belasten, da ein großer Teil der dortigen Wertschöpfung daran hängt.

500 Millionen Euro aus Deal

ams-Osram bestätigte der Krone auf Anfrage „fortgeschrittene Gespräche“ über den Verkauf einzelner Unternehmensteile im Rahmen des laufenden Schuldenabbaus. Aus dem geplanten Deal sollen demnach mehr als 500 Millionen Euro erlöst werden. Dem Medienbericht zufolge könnte Infineon rund eine halbe Milliarde Euro für die Übernahme zahlen. Das ins Auge gefasste Geschäft soll etwa die Hälfte der Produktionskapazität in Unterpremstätten ausmachen und den Großteil des operativen Gewinns des Werks erwirtschaften. Sollte dieser Bereich wegfallen, stünde der Standort mittelfristig wirtschaftlich unter massivem Druck.

Chips-Act-Millionen und Schuldenlast

Brisant ist der mögliche Verkauf auch im Hinblick auf öffentliche Förderungen. Im Rahmen des EU-„Chips Act“ erhielt ams-Osram Förderzusagen in dreistelliger Millionenhöhe für Investitionen in der Steiermark. Ein Teil dieser Mittel wurde bereits ausbezahlt. Hintergrund der Verkaufsüberlegungen ist die angespannte finanzielle Lage des Konzerns. Die Übernahme des deutschen Lichtkonzerns Osram vor rund fünf Jahren brachte ams hohe Schulden ein. Nun soll durch den Teilverkauf dringend benötigte Liquidität geschaffen werden.

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