Tiefe Trauer in der Steiermark: Johanna G. wird verabschiedet
Der Tod der 34-jährigen Johanna G. hat die Steiermark erschüttert. Während Familie und Freunde diese Woche Abschied nehmen, lädt die Stadt Leibnitz zu einer öffentlichen Gedenkfeier – als Zeichen der Trauer und gegen Gewalt.
Die Trauer ist groß.Die 34-jährige Steirerin Johanna G. aus Tillmitsch wird dieser Tage verabschiedet. Familie, Freunde und Wegbegleiter nehmen Abschied von einer jungen Frau, deren Tod viele fassungslos zurücklässt. Johanna war als engagierte Fitnesstrainerin bekannt, lebensfroh und bei vielen Menschen beliebt. Ihr plötzlicher Tod hat tiefe Spuren hinterlassen – weit über ihr persönliches Umfeld hinaus.
Eine Woche voller Schmerz
Johanna G. wurde am Freitag, dem 9. Jänner, von ihrer Mutter als vermisst gemeldet worden. Tagelang wurde nach ihr gesucht. Schließlich wurde ihre Leiche in einem Waldstück gefunden. Ein 30-jähriger Cobra-Beamter steht unter Verdacht, über ihn wurde Untersuchungshaft verhängt. Die Ermittlungen laufen weiterhin, für den Verdächtigen gilt die Unschuldsvermutung. Zurück bleibt eine Familie in tiefer Trauer und viele offene Fragen.
Verabschiedung im engsten Kreis
Diese Woche ist Raum für persönlichen Abschied. In einer von Johannas Mutter verfassten Parte heißt es: „Erschüttert und traurig müssen wir bekannt geben, dass unsere geliebte Schwester, Enkelin und Freundin Johanna G. im 34. Lebensjahr von uns gehen musste.“
Am Mittwoch kann im Stillen in der Aufbewahrungshalle am Friedhof in Leibnitz Abschied genommen werden. Die offizielle Verabschiedung findet am Donnerstagvormittag in der Stadtpfarrkirche statt. Auf Trauerkleidung soll dabei bewusst verzichtet werden. Die Urnenbeisetzung erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt im engsten Familienkreis.
Leibnitz lädt zum gemeinsamen Gedenken
Über den privaten Abschied hinaus will die Stadtgemeinde Leibnitz ein öffentliches Zeichen setzen. Am Montag, dem 19. Jänner 2026, lädt sie gemeinsam mit dem Verein „Freiraum – Frauen für Frauen, Mädchen für Mädchen“ zu einer Gedenkfeier vor dem Rathaus ein. Beginn ist um 16 Uhr. Gedacht wird dabei nicht nur Johanna G., sondern allen Frauen, die Opfer von Femiziden wurden. Die Botschaft der Veranstaltung ist klar: „Jeder Femizid ist einer zu viel.“
„Gemeinsam erinnern. Gemeinsam innehalten. Gemeinsam Haltung zeigen.“
Hilfe rund um die Uhr:
Solltest du selbst das Gefühl haben, dass du Hilfe benötigst, so kannst du die Telefonseelsorge unter 142 kontaktieren. Die Telefonseelsorge bietet ein kostenloses, vertrauliches und an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr erreichbares Beratungsangebot – ein offenes Ohr, Entlastung und Unterstützung für alle Anrufenden, unabhängig von deren Alter, Geschlecht, Religion und sozialer Herkunft. Du kannst die Telefonseelsorge auch online kontaktieren.
Opfer von sexueller Gewalt können sich auch an die Frauenhelpline wenden:
- Frauenhelpline gegen Gewalt: 0800 222 555 (24/7, kostenlos, anonym) für Frauen und Mädchen.
Als weitere Möglichkeiten gibt es noch Gewaltschutzzentren, Frauenhäusern und in Akutfällen sollte die Polizei verständigt werden.