Große Trauer um Familienhund Bailey: Verwechslung für Besitzer „unerklärlich“
Sie wollte nur frei laufen und kam nie zurück. Die vierjährige Hündin Bailey wurde bei einer nächtlichen Jagd erschossen, da sie mit einem Fuchs verwechselt wurde. Für die Besitzer ist es unerklärlich, wie es dazu kommen konnte.
Mitte Jänner kam es im steirischen Bezirk Bruck-Mürzzuschlag zu einem tragischen Vorfall: Die vierjährige Hündin Bailey, ein Australian-Shepherd-Husky-Mischling, wurde bei einer nächtlichen Fuchsjagd in St. Marein im Mürztal erschossen. Ein 48-jähriger Jäger gab an, das freilaufende Tier bei Dunkelheit auf einem schneebedeckten Wiesengelände mit einem Fuchs verwechselt zu haben. Der Hund hatte laut Angaben der Polizei zuvor ein nicht eingezäuntes Grundstück in der Nähe verlassen und sich in Richtung der Wiese bewegt. Der Jäger verständigte selbst die Polizei. Ein Alkotest verlief negativ. Der Vorfall löste große Betroffenheit in der Gemeinde aus.
Für Besitzer unerklärlich, wie es zur Verwechslung kam
In einer Aussendung der Polizei hieß es ursprünglich, dass der Jäger einen Fuchs in etwa 20 bis 30 Meter Entfernung erkannt haben will und daraufhin den Schuss abfeuerte. Laut dem Besitzer aber waren es tatsächlich nur 17 Meter gewesen. Die Familie habe Beweisfotos und die Stelle ausgemessen. Unerklärlich ist es für den Hunde-Besitzer, dass der Jäger die Hündin nicht gehört habe. „Sie trägt ein Halsband mit ihrem Namen und das klimpert“, erklärt im Gespräch mit 5 Minuten. Auch sei laut seinen Angaben, die Hündin auch nicht einfach ausgebüxt. „Wir lassen unsere Hunde nie alleine“, so der Besitzer.
Bailey war ein Familienhund
Die Trauer und Betroffenheit ist enorm. Die Hündin lebte seit vier Jahren bei der steirischen Familie und wurde ursprünglich für die Mutter angeschafft, damit „sie wieder fitter wird“, erklärt eines ihrer fünf Kinder. „Sie war ein Familienhund“, wird weiters betont, weshalb man auch nicht klar von einer Besitzerin oder einem Besitzer sprechen kann. Alle fünf Kinder inklusive der Mutter waren für die Hündin da und kümmerten sich gemeinsam um sie. Nachdem aber die Mutter kürzlich operiert wurde, kümmerte sich einer der Söhne in dieser Zeit um Bailey. Der Steirer und seine Freundin nahmen die Hündin mit zu sich auf ihren Hof in St. Marein, wo es dann auch zu dem schrecklichen Vorfall kam. Die Familie trauert um Bailey, die immerhin vier Jahre Teil von dieser. Der Fall wird aktuell von der Staatsanwaltschaft und der Bezirkshauptmannschaft geprüft. „Nun gilt es abzuwarten“, so der Steirer abschließend.