Neues Förderpaket: So investiert die Steiermark 2026 in den Tierschutz
Vom Klassenzimmer bis zur Wildtierstation: Die Steiermark investiert 2026 gezielt in den Tierschutz. Ein neues Förderpaket stärkt Bildung, Prävention und die Versorgung von Tieren in Not im ganzen Land.
Der Tierschutz hat in der Steiermark einen hohen Stellenwert, das zeigt ein neues, ganzheitliches Förderpaket, das in der Regierungssitzung am 29. Jänner 2026 beschlossen wurde. Das Tierschutzressort investiert heuer gezielt in Bildung, Prävention sowie in die Versorgung von Tieren in Not. Landesrat Hannes Amesbauer (FPÖ) bringt es auf den Punkt: „Wir fördern Tierschutz dort, wo er konkret und langfristig wirkt.“ Gemeint ist ein Ansatz, der Wissen vermittelt, schützt und im Ernstfall hilft.
Lernen, wie man mit Tieren umgeht
Ein Schwerpunkt liegt auf der Tierschutzbildung von klein auf. Der Verein „Tierschutz macht Schule“ wird 2026 mit rund 91.000 Euro unterstützt. Allein 40.000 Euro fließen in den Hochschullehrgang an der Pädagogischen Hochschule Steiermark, der Pädagogen fundiertes Tierschutzwissen vermittelt. Dieses Wissen soll direkt in Schulen und Bildungseinrichtungen ankommen. Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen einen respektvollen und artgerechten Umgang mit Tieren näherzubringen.
Ferien, Farben und Verantwortung
Auch außerhalb des Klassenzimmers setzt das Land Akzente. Für das Ferienprojekt „Pet Buddy on holiday – unterwegs als Kumpel zum Tierschutz“ werden 42.000 Euro bereitgestellt. In zehn steirischen Gemeinden lernen Kinder zwischen sieben und elf Jahren praxisnah den Umgang mit Heim-, Wild- und Nutztieren. Ergänzt wird das Angebot durch einen Malwettbewerb für Volksschulen zum Thema „Tiergerechte Haltung von Heimtieren“, der mit 9.050 Euro gefördert wird. „Wenn wir den Tierschutz in der Steiermark zukunftsfähig aufstellen wollen, müssen wir bei unseren Jüngsten ansetzen“, betont Amesbauer.
Sicherheit für Kinder und Tiere
Neben Bildung spielt auch Prävention eine zentrale Rolle. Das Projekt „KiSi & TiWo – Kindersicherheit und Tierwohl gehen Hand in Hand“ des Vereins „Große schützen Kleine“ wird mit 27.210 Euro unterstützt. In steirischen Kindergärten zeigen Workshops, wie Kinder sicher und respektvoll mit Hunden, Katzen, Pferden und Kühen umgehen. Ziel ist es, gefährliche Situationen zu vermeiden und schwere Unfälle zu verhindern.
Hilfe für Wildtiere im Ernstfall
Ein weiterer Fokus liegt auf der praktischen Versorgung von Tieren in Not. Das Naturschutzzentrum Bruck an der Mur erhält 2026 eine Basisförderung von 22.500 Euro. Damit wird der Betrieb der Auffang-, Pflege- und Auswilderungsstation für verletzte oder kranke Wildtiere gesichert. Die Einrichtung ist eine zentrale Anlaufstelle für den obersteirischen Raum und leistet neben der Tierpflege auch wichtige Beratungs- und Bildungsarbeit.
Tierschutz mit Wirkung über Generationen
Für Landesrat Amesbauer zeigen die Maßnahmen eine klare Linie: „Die geförderten Maßnahmen zeigen, dass Tierschutz in der Steiermark ganzheitlich gedacht wird.“ Von früher Bewusstseinsbildung über Prävention bis zur konkreten Hilfe werde Verantwortung vermittelt und ein respektvoller Umgang mit Tieren als fixer Bestandteil des gesellschaftlichen Zusammenlebens gestärkt.