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/ ©Land Steiermark/Andreas Resch
Auf dem Foto von www.5min.at sieht man eine Gruppe von Menschen steht in einem festlichen Raum zusammen. Im Hintergrund sind Flaggen zu sehen.
Im Rittersaal des Grazer Landhauses ist die zweite Sitzung der Standortpartnerschaft Steiermark über die Bühne gegangen.

Standort Steiermark: Zehn Maßnahmen sollen Wirtschaft stärken

Bei der zweiten Sitzung der Standortpartnerschaft Steiermark wurden zehn konkrete Maßnahmen präsentiert, um den Wirtschaftsstandort langfristig zu stärken. Politik, Sozialpartner, Wirtschaft und Hochschulen ziehen an einem Strang.

von Leema Mohsenzada-Slaje Auf dem Foto auf www.5min.at sieht man Leema Mohsenzada-Slaje.
3 Minuten Lesezeit(507 Wörter)
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Im Rittersaal des Grazer Landhauses ist am Montag, dem 2. Februar, die zweite Sitzung der Standortpartnerschaft Steiermark über die Bühne gegangen. Vertreter der Landesregierung, der Sozialpartner, der Wirtschaftskammern, der Industrie, der Hochschulen sowie von Städte- und Gemeindebund zogen eine erste Zwischenbilanz und präsentierten einen Maßnahmenkatalog für die kommenden Monate. Unter dem Vorsitz von Wirtschaftslandesrat Willibald Ehrenhöfer wurden zehn konkrete Schritte vorgestellt, mit denen Investitionen, Konsum und Beschäftigung in der Steiermark angekurbelt werden sollen. Ziel sei es, klare Prioritäten zu setzen und rasch ins Tun zu kommen. Ehrenhöfer sprach von einer „Allianz der Willigen“. Die wirtschaftliche Lage verlange entschlossenes Handeln: „Wir wollen Investitionen und Konsum anregen. Beides brauchen wir, wenn wir in der Steiermark auch künftig Wachstum und Arbeitsplätze sichern wollen.“

Von Batterie bis KI: Neue Schwerpunkte geplant

Inhaltlich setzt die Standortpartnerschaft auf mehrere neue Themenfelder. Nach dem bereits gestarteten Schwerpunkt Batterietechnologie sollen heuer unter anderem Sicherheit und Verteidigung sowie Werkstoffe stärker in den Fokus rücken. Parallel dazu sind regionale Leitprojekte geplant, um Wertschöpfung außerhalb der Ballungsräume gezielt zu stärken. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Erreichbarkeit und Sichtbarkeit der Steiermark. Der Ausbau der Verkehrs- und Dateninfrastruktur soll die internationale Anbindung verbessern. Gleichzeitig will man das Standortmarketing stärker bündeln und international koordinierter auftreten. Auch die Transformation bestehender Industrien spielt eine zentrale Rolle. Die Mobilitätsindustrie soll gezielt unterstützt werden, ebenso Unternehmen, die auf Künstliche Intelligenz und Automatisierung setzen. Ergänzt wird das Paket durch Maßnahmen zum Abbau von Bürokratie sowie durch den Ausbau von Qualifizierungsangeboten für den Arbeitsmarkt.

Politik sieht Standort ganz oben auf der Agenda

Landeshauptmann Mario Kunasek betonte, dass das Thema Standort für die Landesregierung höchste Priorität habe. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten sei es entscheidend, gemeinsam zu handeln und konkrete Maßnahmen umzusetzen. Auch Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom hob den breiten Schulterschluss hervor. Eine starke Wirtschaft sei die Grundlage für sichere Arbeitsplätze. Die präsentierten Ergebnisse zeigten, dass man auf dem richtigen Weg sei, entscheidend sei nun die konsequente Umsetzung. Die Standortpartnerschaft Steiermark ist im Regierungsprogramm verankert und als langfristiger Prozess angelegt. Neben der Landesregierung sind unter anderem Wirtschaftskammer, Arbeiterkammer, Industriellenvereinigung, ÖGB, AMS, Hochschulkonferenz sowie Städte- und Gemeindebund eingebunden. In mehreren Arbeitsgruppen werden wirtschaftliche Entwicklungen laufend analysiert und Maßnahmen weiterentwickelt. Die zehn nun präsentierten Punkte sollen den Auftakt bilden, weitere Schritte sind bereits in Vorbereitung.

Foto auf 5min.at zeigt SPÖ-Chef Max Lercher
©Peter Drechsler
SPÖ Parteichef fordert konkrete Maßnahmen.

SPÖ sieht zu wenig konkrete Schritte

Kritik an den Ergebnissen der Standortpartnerschaft kommt von der steirischen SPÖ. Parteichef Max Lercher bemängelt, dass trotz mehrfacher Ankündigungen weiterhin konkrete Sofortmaßnahmen fehlen würden. Bereits vorliegende Vorschläge wie der Steiermark-Tarif oder ein Steiermark-Fonds seien bisher nicht umgesetzt worden. Aus Sicht der SPÖ bleibe unklar, welche der präsentierten Punkte tatsächlich kurzfristig wirksam werden sollen. Lercher fordert eine klarere Gesamtstrategie und konkrete Maßnahmen, um Betriebe und Industrie rasch zu entlasten, „ansonsten ist das eine Nullmeldung für unseren Standort“.

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