3,9 Millionen Euro Schulden: Autohändler in der Steiermark ist insolvent
Über die RSR Vermietungs- und Handels GmbH aus Greinbach wurde am 3. März ein Insolvenzverfahren eröffnet. Das Unternehmen handelte mit Luxus- und Sportwagen. Die Passiva belaufen sich auf rund 3,96 Millionen Euro.
Das Landesgericht für Zivilrechtssachen Graz hat am Dienstag, dem 3. März über das Vermögen der RSR Vermietungs- und Handels GmbH mit Sitz in Greinbach (Bezirk Hartberg-Fürstenfeld) ein Insolvenzverfahren eröffnet. Das teilte jetzt der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) mit. Zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Bertram Schneeberger aus Hartberg bestellt.
Fokus auf Luxus- und Sportwagen
Das Unternehmen wurde im November 2017 gegründet. Ursprünglich war die Firma in der Immobilienverwaltung tätig, verlagerte den Schwerpunkt jedoch ab Ende 2018 auf den Handel mit hochpreisigen Luxus- und Sportfahrzeugen. Aktuell sind keine Dienstnehmer beschäftigt.
Schwierige Marktlage als Ursache
Als Gründe für die wirtschaftlichen Probleme werden laut AKV die angespannte Konjunktur, starke Preisschwankungen sowie Veränderungen im Konsumverhalten genannt. Gerade im Segment hochpreisiger Fahrzeuge sei die Branche besonders anfällig für externe Einflüsse. Zusätzlich habe es Stornierungen und Forderungsausfälle gegeben, was die Liquidität massiv belastet habe. Außergerichtliche Sanierungsversuche seien gescheitert. Die Passiva werden mit rund 3.963.000 Euro beziffert. Ein Großteil der Verbindlichkeiten besteht gegenüber Banken und Leasinggesellschaften. Im Warenbestand befinden sich 58 Fahrzeuge, davon stehen allerdings nur 7 im Eigentum des Unternehmens. Die übrigen Fahrzeuge sind leasingfinanziert. Ob und in welchem Umfang offene Forderungen durch die Verwertung abgedeckt werden können, ist derzeit offen. Eine Fortführung oder Sanierung des Unternehmens ist nicht vorgesehen. Die Anmeldefrist für Gläubiger endet am 23. April 2026. Die Berichts- und Prüfungstagsatzung findet am 7. Mai 2026 um 11.40 Uhr statt.