„Kebab mit die Araber“: Vizebürgermeister sorgte mit Posting für Wirbel
Deutschlandsbergs Vizebürgermeister Gunther Riedlsperger sorgte kürzlich mit einem umstrittenen Facebook-Posting für Aufsehen. Nun entschuldigte sich der Politiker dafür.
„Skiurlaub mit die Hawara statt Kebab mit die Araber“ und „Skiurlaub in Österreich statt in der Wüste mit die Scheich“ – mit diesen Aussagen in Facebook-Postings sorgte Deutschlandsbergs Vizebürgermeister Gunther Riedlsperger (ÖVP) kürzlich für Wirbel. Mit den vermeintlich „ironischen“ Sprüchen löste er Empörung aus, insbesondere bei der örtlichen SPÖ, die ihm Hass und Hetze vorwarf. „Während weltweit Krieg geführt wird, sei es in der Ukraine, in Gaza oder seit neuestem auch im Iran, hat der zweite Vizebürgermeister der ÖVP Deutschlandsberg nichts Besseres zu tun, als Hass und Hetze zu verbreiten. Auch in Deutschlandsberg leben Menschen unterschiedlicher Herkunft, die Leistungsträgerinnen und Leistungsträger und ein wertvoller Teil unserer Stadt sind. Für diese Menschen ist das ein Schlag ins Gesicht. Das hat nichts mit Respekt und Wertschätzung zu tun“, reagiert die SPÖ Deutschlandsberg darauf.
Beiträge gelöscht, Politiker entschuldigt sich
Mittlerweile wurden die Beiträge gelöscht. Riedlsperger entschuldigte sich öffentlich für die Aussagen und schreibt: „Meine Facebook-Postings, die ich bereits heute mittags gelöscht habe, hat offensichtlich ethnische und religiöse Gefühle verletzt. Dies bedaure ich sehr, es war und ist nicht meine Absicht und tut mir sehr leid.“ Der Politiker betont außerdem, dass die Aussagen ironisch gemeint waren und „auf einer Salzburger Skihütte angesichts touristischer Diskussionen wegen Urlaubsdestinationen entstanden sind.“ Trotzdem seien sie angesichts der Lage im Nahen Osten unangebracht gewesen, gibt er zu. „Ich wusste zu diesem Zeitpunkt noch nichts vom Angriff der USA auf den Iran. Dafür entschuldige ich mich in aller Form“, so Riedlsperger abschließend.