Diese Pollen bringen Allergiker in der Steiermark aktuell zum Niesen
Sonniges und mildes Wetter sorgt am Samstag und Sonntag für starken Pollenflug in der Steiermark. Vor allem Hasel und Erle belasten Allergiker weiterhin deutlich.
Das anhaltende Schönwetter sorgt auch am kommenden Wochenende in der Steiermark für eine hohe Pollenbelastung, wie der Polleninformationsdienst Steiermark informiert. Besonders am Samstag und Sonntag dominieren die Frühblüher Hasel und Erle das Pollengeschehen. Für Menschen mit entsprechenden Allergien bedeutet das weiterhin eine starke Belastungsphase. Die Grau- und Schwarz-Erlen stehen derzeit vor allem in der Mur-Mürz-Furche sowie in den Niederungen der Ost- und Südsteiermark in voller Blüte. Besonders in Gebieten mit dichten Erlenbeständen, etwa in Auen oder in der Nähe stehender Gewässer, ist die Pollenkonzentration entsprechend hoch. Allergikern wird daher empfohlen, solche Bereiche möglichst zu meiden.
Hier erreichen Haseln Höhepunkt der Pollenfreisetzung
Auch die Hasel trägt weiterhin deutlich zur Belastung bei. In Graz werfen Baumhaseln und erste Strauchhaseln bereits ihre Kätzchen ab. In den Niederungen der Steiermark ist der Höhepunkt der Blüte zwar bereits überschritten, dennoch werden weiterhin mäßige bis hohe Pollenkonzentrationen gemessen. In höheren Lagen erreichen die Haseln ausgerechnet an diesem Wochenende ihren Höhepunkt der Pollenfreisetzung. Zusätzlich stehen in Parks und Gärten vielerorts Korkenzieherhaseln in voller Blüte und können lokal für eine noch stärkere Belastung sorgen.
Kreuzreaktionen möglich
Da Hasel und Erle eng mit der Birke verwandt sind, kann es auch bei Menschen mit Birkenallergie zu sogenannten Kreuzreaktionen kommen. Solange das trockene und sonnige Wetter anhält, wird die Phase mit hoher Belastung durch diese Frühblüher voraussichtlich weiter andauern und erst durch stärkere Niederschläge deutlich abgeschwächt werden. Allergikern wird geraten, bei Aktivitäten im Freien entsprechende Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Eine Sonnenbrille sowie das Tragen einer FFP2-Maske können helfen, den Kontakt mit den Pollen zu reduzieren.
Eibe, Pappel, Weide, Ulme sowie Zypressengewächse
Neben Hasel und Erle wurden im aktuellen Pollenspektrum auch Eibe, Pappel, Weide, Ulme sowie Zypressengewächse nachgewiesen. Ihre Pollenbelastung liegt derzeit jedoch nur im geringen bis mäßigen Bereich. An besonders milden Standorten könnten in den kommenden Tagen zudem erste Eschen zu blühen beginnen und lokal für zusätzliche Belastungen sorgen. Ein Blick auf aktuelle Modelle zeigt außerdem, dass die Birke, einer der wichtigsten Allergieauslöser im Frühjahr, voraussichtlich in der zweiten Märzhälfte ihre Blühbereitschaft erreicht. Damit könnte sich die Pollensituation für Allergiker in den nächsten Wochen weiter verschärfen.