Öffis werden teurer: Das kosten Bus und Bahn in der Steiermark und Graz
Pendler und Öffi-Nutzer müssen in der Steiermark bald tiefer in die Tasche greifen. Mit 1. Juli 2026 steigen die Tarife im Verkehrsverbund um durchschnittlich 3,5 Prozent. Auch das Klimaticket Steiermark wird teurer.
Wer in der Steiermark mit Bus, Straßenbahn oder S-Bahn unterwegs ist, muss ab 1. Juli 2026 mehr bezahlen. Der Verkehrsverbund Steiermark passt seine Preise an und erhöht die Tarife im Schnitt um 3,5 Prozent. Betroffen sind nahezu alle Ticketkategorien. Insgesamt 35 Verkehrsunternehmen im Verbund setzen die Anpassung um, so aus einem Bericht der Kleinen Zeitung. Hintergrund sind steigende Kosten für Personal, Energie und Material. Unverändert bleibt hingegen die Strafe für Schwarzfahren. Wer ohne gültiges Ticket erwischt wird, muss weiterhin mit bis zu 105 Euro rechnen.
Einzel- und Tageskarten werden teurer
Auch Gelegenheitsfahrer spüren die Anpassung. Für eine Stundenkarte in einer Zone werden künftig 3,30 Euro fällig. Das sind zehn Cent mehr als bisher. Die 24-Stunden-Karte steigt auf 7,20 Euro. Wer mehrere Zonen nutzt, zahlt ebenfalls mehr: Der Tarif für zehn Zonen erhöht sich auf 26,90 Euro. Unverändert bleibt die ermäßigte Stundenkarte für Senioren mit Ausweis. Sie kostet weiterhin 2,10 Euro.
Klimaticket kostet künftig 532 Euro
Auch für Vielfahrer wird es teurer. Das Klimaticket Steiermark steigt von bisher 514 Euro auf 532 Euro pro Jahr. Die übertragbare Variante kostet künftig 646 Euro, während das Klimaticket für Jugendliche und Senioren auf 399 Euro steigt. Zum Vergleich: Auch auf Bundesebene gab es zuletzt Preisanpassungen. Das Klimaticket Österreich wurde heuer um rund 100 Euro teurer. Eine Besonderheit gilt heuer für Schüler und Lehrlinge. Hier greifen Änderungen bereits ab Mai 2026. Der Selbstbehalt für die Schüler- und Lehrlingsfreifahrt wird österreichweit von 19,60 Euro auf 29,60 Euro angehoben. Dadurch steigt auch der Preis für das TopTicket für Schüler und Lehrlinge auf 155 Euro. Ein Teil der Erhöhung hängt mit dem höheren Selbstbehalt zusammen, ein weiterer Teil mit der allgemeinen Tarifanpassung.
Freizeitticket ebenfalls betroffen
Auch das beliebte Freizeitticket, das an Wochenenden und Feiertagen die Anreise zu Ausflugszielen im ganzen Bundesland ermöglicht, wird teurer. Der Einheitspreis steigt von 14 auf 15 Euro. Die jährliche Anpassung wird von den Verkehrsunternehmen mit steigenden Betriebskosten sowie dem Ausbau des Angebots begründet.