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Symbolfoto von 5min.at: Nahaufnahme von einem Absperrband der Polizei.
Der elfjährige wurde Ende Jänner tödlich verletzt in der Wohnung der Familie aufgefunden.

Mord an 11-Jährigem in Leoben: Gutachten bringt neue Wendung

Nach der tödlichen Messerattacke auf einen 11-Jährigen in Leoben bringt ein psychiatrisches Gutachten nun eine entscheidende Wendung: Die 39-jährige Mutter war laut Experten zum Tatzeitpunkt voll zurechnungsfähig.

von Leema Mohsenzada-Slaje Auf dem Foto auf www.5min.at sieht man Leema Mohsenzada-Slaje.
2 Minuten Lesezeit(288 Wörter)

Ende Jänner erschütterte ein schreckliches Verbrechen die Obersteiermark: Eine 39-jährige Mutter soll ihren 11-jährigen Sohn in der gemeinsamen Wohnung mit mehreren Messerstichen getötet haben, 5 Minuten hat berichtet. Nun liegt ein psychiatrisches Gutachten vor, mit einer brisanten Erkenntnis.

Was bisher bekannt ist

Am 30. Jänner 2026 wurde der 11-Jährige in der Wohnung der Familie in Leoben tödlich verletzt aufgefunden. Laut Ermittlungen erlitt das Kind mehrere Stich- und Schnittverletzungen, an denen es starb. Die Mutter setzte selbst den Notruf ab. Danach fügte sie sich offenbar Schnittverletzungen zu und musste zunächst operiert werden, bevor sie in Untersuchungshaft gebracht werden konnte. Bei ihrer ersten Einvernahme gestand die 39-Jährige die Tat.

Wollte die Verdächtige eine Krankheit vortäuschen?

Es galt ihren psychischen Zustand zum Tatzeitpunkt zu durchleuchten, um die Motive zu ergründen. Ein von der Staatsanwaltschaft Leoben in Auftrag gegebenes Gutachten laut jetzt vor. So sollen sowohl der psychiatrische Sachverständige als auch die klinische Psychologin zum gleichen Entschluss gekommen sein: Dass zum Tatzeitpunkt keine schwerwiegende psychische Störung vorlag, erklärt Andreas Riedler, Sprecher der Staatsanwaltschaft Leoben, so aus in einem Bericht der Kronen Zeitung. Damit gilt die 39-Jährige nach aktuellem Stand als voll zurechnungsfähig.

Ermittlungen dauern weiterhin an

Abgeschlossen ist der Fall aber noch nicht. Die Staatsanwaltschaft wartet derzeit auf weitere entscheidende Gutachten. Noch ausständig sind unter anderem das finale gerichtsmedizinische Gutachten sowie eine detaillierte DNA-Analyse des Tatorts. Diese sollen helfen, den Ablauf der Bluttat exakt zu rekonstruieren. Es gilt die Unschuldsvermutung.  Warum die Mutter ihren Sohn getötet haben soll, bleibt weiterhin offen. Ob die 39-Jährige dazu noch konkrete Angaben machen wird, ist derzeit ungewiss.

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