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/ ©LKH Hochsteiermark
Foto auf 5min.at zeigt einen Patienten und eine Krankenschwester.
Erholsamer Schlaf ist wichtig für Gesundheit und Leistungsfähigkeit - rund sieben Stunden pro Nacht gelten im Durchschnitt als ideal.

Internationaler Tag des Schlafes: Warum Schlaf so wichtig ist

Schlechter Schlaf ist mehr als nur Müdigkeit. Zum Internationalen Tag des Schlafes am 14. März warnen Experten der KAGes-Schlaflabore vor den gesundheitlichen Folgen von Schlafmangel und zeigen, was dagegen hilft.

von Julia Waldhauser Teamfoto von 5min.at: Julia Waldhauser ist für die Online-Redaktion Graz tätig.
3 Minuten Lesezeit(554 Wörter)

Schlaf ist einer der wichtigsten Bausteine für körperliche und mentale Gesundheit. Trotzdem kämpfen viele Menschen regelmäßig mit Ein- oder Durchschlafproblemen. Darauf macht die Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft (KAGes) rund um den Internationalen Tag des Schlafes aufmerksam. In den Schlaflaboren des LKH Hochsteiermark und des LKH Graz II werden Schlafstörungen genau untersucht und behandelt. „Guter Schlaf ist zwar eine subjektive Einschätzung, medizinisch sprechen wir jedoch von nicht erholsamem Schlaf, wenn Schlafstörungen zu Beeinträchtigungen im Alltag führen“, erklärt Otmar Schindler, Primar am LKH Hochsteiermark. Zu den häufigsten Problemen zählen Insomnien mit Schwierigkeiten beim Ein- und Durchschlafen sowie Hypersomnie, also starke Müdigkeit am Tag. Besonders häufig stehen jedoch Atemstörungen im Schlaf dahinter, bei denen es zu Atempausen kommt.

Foto auf 5min.at zeigt Prim. Dr. Otmar Schindler, LKH Hochsteiermark.
©Opernfoto
Otmar Schindler, Primar am LKH Hochsteiermark, erklärt, welche Folgen Schlafmangel für die Gesundheit haben kann.

Woran du guten Schlaf erkennst

Ob der Schlaf wirklich erholsam ist, lässt sich an mehreren Merkmalen erkennen. Normalerweise dauert das Einschlafen weniger als 30 Minuten. Danach folgen im Schlaf die typischen Phasen aus Leicht-, Tief- und Traumschlaf. Am Morgen sollte sich ein Gefühl der Erholung einstellen. Auch die Leistungsfähigkeit während des Tages ist ein wichtiger Hinweis. „Die benötigte Schlafdauer ist individuell unterschiedlich, liegt im Durchschnitt jedoch bei etwa sieben Stunden“, sagt Eveline Kink, Primaria am LKH Graz II. „Ein gutes Zeichen für ausreichend Schlaf ist, wenn man sich morgens ausgeruht fühlt und tagsüber keine ausgeprägte Einschlafneigung verspürt.“

Foto auf 5min.at zeigt Prim. Dr. Eveline Kink, LKH Graz II
©Schuchlautz
Eveline Kink, Primaria am LKH Graz II, informiert über Merkmale von gesundem Schlaf und moderne Diagnosemöglichkeiten.

Wenn Schlaf fehlt

Bleibt erholsamer Schlaf aus, macht sich das oft schnell bemerkbar. Typische Folgen sind Kopfschmerzen, Konzentrationsprobleme, geringere Leistungsfähigkeit und Reizbarkeit. Auch das Risiko für Fehler oder Unfälle steigt. Langfristig kann Schlafmangel jedoch ernste gesundheitliche Auswirkungen haben. „Schlafdefizite beeinflussen hormonelle und immunologische Prozesse im Körper“, erklärt Schindler. Dadurch treten Übergewicht, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck häufiger auf. Auch das Risiko für Schlaganfälle oder Herzinfarkte steigt. Zudem werden Schlafmangel und unbehandelte Atemstörungen im Schlaf mit neurologischen Erkrankungen wie Parkinson oder Alzheimer in Verbindung gebracht.

So wird Schlaf medizinisch untersucht

Hinweise auf Schlafstörungen können etwa starkes Schnarchen, Atemaussetzer oder ausgeprägte Tagesschläfrigkeit sein. Wer solche Anzeichen bemerkt, sollte eine medizinische Abklärung in Betracht ziehen. „In solchen Fällen empfiehlt sich eine medizinische Abklärung“, betont Kink. Diese erfolgt zunächst bei Lungenfachärzt*innen im niedergelassenen Bereich. Dort werden Fragebögen eingesetzt und eine sogenannte Polygraphie durchgeführt. Dabei werden unter anderem Schlafdauer, Atmung, Herzfrequenz und Sauerstoffsättigung aufgezeichnet. Wenn nötig, folgt eine genauere Untersuchung im Schlaflabor.

Was beim besseren Schlaf hilft

Neben medizinischen Behandlungen spielt auch die sogenannte Schlafhygiene eine wichtige Rolle. Dazu gehören regelmäßige Schlafzeiten und ein ruhiges, eher kühles Schlafzimmer. Auch sollte das Bett möglichst nur zum Schlafen genutzt werden. Bildschirme und Smartphone sollten idealerweise ein bis zwei Stunden vor dem Einschlafen weggelegt werden. Auch intensive sportliche Aktivitäten, Alkohol, Koffein oder schwere Mahlzeiten am Abend können den Schlaf stören. Entspannungsübungen wie Meditation oder progressive Muskelrelaxation können zusätzlich helfen. „Je nach Ursache kommen darüber hinaus verhaltenstherapeutische Ansätze, eine nächtliche Atemunterstützung oder – in seltenen Fällen – auch Medikamente oder operative Maßnahmen zum Einsatz“, so Kink. Mit ihren spezialisierten Schlaflaboren bietet die KAGes dafür umfassende Möglichkeiten zur Diagnose und Behandlung.

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