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/ ©Montage: Canva& Screenshot KICheck2 TikTok
Auf dem Foto von www.5min.at sieht man virale TikTok Videos.
Was auf den ersten Blick absurd wirkt, hat bei genauerem Hinsehen eine problematische Seite.

TikTok-Trend: Betrügendes Obst sorgt für Millionen Klicks

Ein neuer TikTok-Trend sorgt derzeit weltweit für Millionen Klicks und für Diskussionen. In den Videos erzählen „KI-Früchtemenschen“ dramatische Geschichten über Betrug, Beziehungen und überraschende „Babys“.

von Leema Mohsenzada-Slaje Auf dem Foto auf www.5min.at sieht man Leema Mohsenzada-Slaje.
2 Minuten Lesezeit(393 Wörter)
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Was aktuell auf TikTok viral geht, wirkt wie aus einer anderen Welt: Sprechende Früchte, die Beziehungen führen, sich verlieben und einander betrügen. Der Ablauf ist fast immer ähnlich: Ein „Frucht-Paar“ findet zueinander, dann folgt ein Seitensprung, oft mit dem Chef. Am Ende steht die große Überraschung: ein „Baby“, das offensichtlich nicht vom eigentlichen Partner ist. Der Twist sorgt für Millionen Views und genau das ist kein Zufall. Was auf den ersten Blick absurd wirkt, hat bei genauerem Hinsehen eine problematische Seite.

Warum diese Videos so erfolgreich sind

Alles begann Anfang März mit einer emotional erzählten Geschichte rund um eine Erdbeere. Innerhalb kürzester Zeit wurde das Konzept tausendfach kopiert. Social-Media-Expertin und Online Marketing Managerin Annalena Straussberger von idlab media erklärt exklusiv im Gespräch mit 5 Minuten: „TikTok lebt von schnellen, emotionalen Geschichten. Die ersten Sekunden entscheiden, ob ein Video funktioniert oder nicht.“ Und genau hier setzen die Frucht-Videos an. Sie kombinieren mehrere Erfolgsfaktoren gleichzeitig: Ungewöhnliche, KI-generierte Figuren, starke Emotionen und dann eine überraschende Wendung. „Wenn der Algorithmus erkennt, dass ein Format gut funktioniert, verbreitet es sich wie ein Lauffeuer“, so Straussberger.

Auf dem Foto von www.5min.at sieht man Annalena Straussberger von idlab.
©idlab media
Annalena Straussberger von idlab media erklärt exklusiv im Gespräch mit 5 Minuten: „TikTok lebt von schnellen, emotionalen Geschichten. Die ersten Sekunden entscheiden, ob ein Video funktioniert oder nicht.“

Der Algorithmus liebt das Absurde

Dass ausgerechnet Früchte die Hauptrolle spielen, ist kein Zufall. Menschlich dargestelltes Obst wirkt gleichzeitig vertraut und skurril, ein perfekter Mix, um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Dazu kommt: TikTok bevorzugt Inhalte, die sich klar von anderen abheben. „Gerade KI-generierter Content spielt dabei eine immer größere Rolle. Wer auffällt, wird häufiger ausgespielt und damit noch sichtbarer,“ so Straussberger. Doch hinter den scheinbar lustigen Clips steckt mehr. In vielen Videos wiederholen sich ähnliche Muster: Frauen werden als untreu, manipulativ oder sexualisiert dargestellt. Männer hingegen erscheinen oft als ahnungslose Opfer, die den Betrug erst am Ende erkennen. „Es wird ganz bewusst mit Emotionen und auch mit Ängsten gespielt“, erklärt Straussberger. Vor allem männliche Unsicherheiten rund um Beziehungen und Vertrauen werden dabei immer wieder aufgegriffen, verpackt in scheinbar harmlose Unterhaltung.

Mehr als nur ein Trend?

Was aktuell wie ein kurzlebiger Internet-Hype wirkt, zeigt ein größeres Phänomen: Content wird immer extremer, emotionaler und zugespitzter, um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen Unterhaltung und problematischen Botschaften zunehmend. Oder anders gesagt: Selbst eine Erdbeere kann heute ein Millionenpublikum bewegen, wenn die Geschichte dahinter nur emotional genug ist.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 21.03.2026 um 13:44 Uhr aktualisiert
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