Land Steiermark investiert 28 Millionen in Schulsozialarbeit
Die Steiermärkische Landesregierung stellt die Schulsozialarbeit bis 2031 auf neue Beine: Mehr als 28 Millionen Euro werden investiert, um das Angebot an rund 170 Pflichtschulen im ganzen Land weiterzuführen.
Die Schulsozialarbeit in der Steiermark ist langfristig abgesichert: In der Regierungssitzung am Mittwoch, dem 8. April 2026, wurde die Vergabe für alle politischen Bezirke beschlossen. Der Zeitraum reicht vom 1. September 2026 bis 31. Dezember 2031. Das Gesamtbudget beträgt mehr als 28 Millionen Euro und ergänzt bestehende Leistungen des Bundes.
An rund 170 Schulen im Einsatz
Aktuell ist die Schulsozialarbeit an rund 170 Pflichtschulen etabliert. Sie richtet sich direkt an Schülerinnen und Schüler und bietet Unterstützung bei persönlichen und schulischen Herausforderungen. Neben individueller Beratung umfasst das Angebot auch präventive Maßnahmen wie Workshops, Elternbildung und Gewaltprävention. Ziel ist es, frühzeitig zu unterstützen und Belastungen abzufedern.
Teil des Unterstützungssystems
Mit dem Beschluss wird die Schulsozialarbeit weiterhin als fixer Bestandteil des schulischen Unterstützungssystems geführt. Bildungslandesrat Stefan Hermann (FPÖ) erklärt: „Schulsozialarbeit ist weit mehr als ein ergänzendes Angebot – sie ist ein unverzichtbarer Bestandteil des psychosozialen Unterstützungssystems an unseren Schulen. Sie greift dort, wo Belastungen frühzeitig sichtbar werden, stärkt Kinder und Jugendliche in schwierigen Lebenslagen und trägt wesentlich zu Chancengerechtigkeit und gelingendem Schulerfolg bei. Mit diesem Beschluss und einem Auftragsvolumen von mehr als 28 Millionen Euro setzen wir ein deutliches Signal: Bildung und Jugend fallen nicht dem Sparstift zum Opfer – sie sind Investitionen in die Zukunft unseres Landes.”
Organisation nach Regionen
Für den Zeitraum bis 2031 sind jährlich 83.993 Leistungsstunden vorgesehen. Die Umsetzung erfolgt über 13 Gebiete, die sich an den politischen Bezirken der Steiermark orientieren. Damit soll auch regionalen Anforderungen Rechnung getragen werden. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Kontinuität in der Zusammenarbeit zwischen Fachkräften und Schülerinnen und Schülern.
Bedeutung für Kinder und Jugendliche
Auch Bildungssprecher Detlev Eisel-Eiselsberg (ÖVP) betont die Tragweite der Entscheidung: „Mit der langfristigen Absicherung der Schulsozialarbeit in der Steiermark setzen wir ein klares Zeichen: Kein Kind wird zurückgelassen. Diese 28 Millionen Euro sind eine Investition in die Zukunft unserer Kinder und ein Bekenntnis dazu, dass Bildung mehr ist als Wissensvermittlung. Jedes Kind in der Steiermark verdient die bestmöglichen Chancen auf Bildung, unabhängig von den Lebensumständen oder dem sozialen Hintergrund. Wir stehen Seite an Seite mit unseren Kindern, den Eltern und den Pädagoginnen und Pädagogen, die tagtäglich Großartiges leisten.“