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/ ©Montage: Canva
Foto auf 5min.at zeigt zeigt Männer auf einer Baustelle und ein Insolvenz-Schild.
Steinberg im Bezirk Voitsberg: Ein Holzbaubetrieb musste erneut Insolvenz anmelden. 13 Beschäftigte sind betroffen.

Steirischer Traditionsbetrieb erneut insolvent: 13 Mitarbeiter betroffen

Ein steirischer Traditionsbetrieb schlittert erneut in die Insolvenz: In Steinberg im Bezirk Voitsberg sind 13 Beschäftigte betroffen. Trotz hoher Schulden soll der Betrieb weitergeführt werden.

von Julia Waldhauser Teamfoto von 5min.at: Julia Waldhauser ist für die Online-Redaktion Graz tätig.
1 Minute Lesezeit(228 Wörter)

„WSB Holzbau GmbH ist insolvent“, das teilt der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) mit. Über das Vermögen des Unternehmens wurde ein Insolvenzverfahren eröffnet. Die Passiva liegen laut Angaben bei rund 1,18 Millionen Euro. Zum Insolvenzverwalter wurde Herbert Ortner aus Graz bestellt. Insgesamt sind 13 Dienstnehmer von der Insolvenz betroffen.

Betrieb mit langer Geschichte

Die Firma hat ihren Sitz in Steinberg im Bezirk Voitsberg und besteht bereits seit 1997. WSB Holzbau ist vor allem im Bereich Fertighäuser und Hallenbau tätig. Zum Angebot zählen unter anderem Blockhäuser, Passivhäuser und Dachstühle. Es ist nicht die erste finanzielle Krise. Bereits 2009 und 2012 gab es Insolvenzverfahren. Letzteres konnte damals mit einem Sanierungsplan abgeschlossen werden.

Warum es zur Pleite kam

Die Ursachen liegen laut Insolvenzantrag vor allem in der aktuellen Wirtschaftslage. Besonders die Bauwirtschaft steht seit längerer Zeit unter Druck. Die Nachfrage ist deutlich zurückgegangen. Gleichzeitig sind Materialkosten und Preise für Subunternehmer gestiegen. Diese Mehrkosten konnten nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden. Das führte letztlich zu finanziellen Schwierigkeiten.

Wie es jetzt weitergeht

Trotz der Insolvenz gibt es einen klaren Plan für die Zukunft. Eine Fortführung und Sanierung des Unternehmens ist vorgesehen. Den Gläubigern wird ein Sanierungsplan angeboten, der eine Quote von 20 Prozent innerhalb von zwei Jahren vorsieht. Ziel ist es, den Betrieb aufrechtzuerhalten und neu aufzustellen.

Wichtige Termine im Verfahren

Das Insolvenzverfahren wurde am 8. April 2026 eröffnet. Forderungen können noch bis 2. Juni angemeldet werden. Mitte Juni findet die Berichts- und Prüfungstagsatzung statt. Anfang Juli folgt die Entscheidung über den Sanierungsplan.

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