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/ ©Liza Summer/Pexels
Foto auf 5min.at zeigt eine junge Frau bei einer Psychologin.
Jugendliche suchen Hilfe längst online. Jetzt soll auch das Land Steiermark laut NEOS reagieren.

NEOS fordert Mental-Health-Portal für Jugendliche

In der Steiermark schlagen neue Studien Alarm: Immer mehr Jugendliche kämpfen mit psychischen Belastungen. NEOS will nun mit einer digitalen Plattform gegensteuern und Hilfe dorthin bringen, wo junge Menschen sie suchen.

von Julia Waldhauser Teamfoto von 5min.at: Julia Waldhauser ist für die Online-Redaktion Graz tätig.
2 Minuten Lesezeit(366 Wörter)

Die psychische Gesundheit junger Menschen in der Steiermark bleibt angespannt. Laut der Steirischen Jugendstudie 2025 berichten viele von Schlafproblemen, Stress und psychischen Belastungen bis hin zu depressiven Verstimmungen. Auch der Druck in der Schule sowie Mobbing, immer öfter im digitalen Raum, setzen Jugendlichen zu. Diese Entwicklung zeigt deutlich: Für viele junge Menschen gehören psychische Probleme inzwischen zum Alltag.

Digitale Realität verändert Hilfe

Zusätzliche Einblicke liefert die aktuelle Ö3-Jugendstudie. Rund ein Viertel der 16- bis 25-Jährigen beschreibt die eigene psychische Verfassung als eher oder sehr schlecht. Gleichzeitig geben 63 Prozent an, manchmal das Gefühl zu haben, online-süchtig zu sein. Auffällig ist auch, dass digitale Angebote zunehmend als Unterstützung genutzt werden. Acht Prozent der Jugendlichen wenden sich an KI-Chatbots, wenn sie jemanden zum Reden brauchen, weitere acht Prozent nutzen sie wie eine Therapie bei Problemen. Für NEOS-Gesundheitssprecherin Bettina Schoeller zeigt sich hier ein klarer Trend: „Jugendliche suchen Hilfe dort, wo sie sich täglich bewegen. Genau deshalb müssen auch unsere Angebote dort leichter auffindbar sein.“

Auf dem Foto von www.5min.at sieht man Bettina Schöller von den steirischen NEOS.
©NEOS Steiermark
NEOS-Gesundheitssprecherin Bettina Schoeller fordert eine digitale Anlaufstelle für mentale Gesundheit in der Steiermark.

Viele wissen nicht, wohin

Obwohl es bereits zahlreiche Hilfsangebote gibt, bleiben diese oft ungenutzt. Der Grund: Vielen fehlt der Überblick oder der erste einfache Zugang. „Die besten Angebote helfen nicht, wenn Jugendliche sie nicht finden oder die Hemmschwelle zu hoch ist. Deshalb braucht es in der Steiermark eine zentrale digitale Anlaufstelle, die vorhandene Hilfsangebote bündelt, verständlich aufbereitet und rasch zur richtigen Unterstützung weiterleitet“, erklärt Schoeller. Gerade in akuten Situationen sei es entscheidend, schnell und unkompliziert Hilfe zu finden.

Forderung nach zentraler Plattform

Mit einem Antrag im Landtag fordert Schoeller deshalb eine digitale Mental-Health-Plattform für die Steiermark. Diese soll bestehende Angebote bündeln und aktiv über Social Media sowie Schulen bekannt gemacht werden. „Wenn psychische Belastungen für viele Jugendliche zum Alltag werden, dürfen wir nicht länger zuschauen. Wir brauchen rasche, niederschwellige Hilfe, die dort ankommt, wo junge Menschen tatsächlich unterwegs sind und das ist heute oft auch digital“, betont sie. Abschließend hält sie fest: „Hilfe muss dort ankommen, wo sie gesucht wird: schnell, anonym und niederschwellig. Ein Mental-Health-Portal kann dafür ein direkter und einfacher Wegweiser sein.“

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