So soll der Skibetrieb auf der Planai langfristig gesichert werden
In Schladming wird der Speicherteich „Bruckmoos“ deutlich vergrößert. Damit soll die Beschneiung auf der Planai künftig auch bei trockenen Wintern zuverlässig funktionieren.
Mit dem Ende der Wintersaison 2025/26 startet auf der Planai ein großes Projekt: Der bestehende Speicherteich „Bruckmoos“ wird massiv erweitert. Statt bisher rund 80.000 Kubikmeter Wasser sollen künftig etwa 200.000 Kubikmeter zur Verfügung stehen. Ziel ist es, die Schneesicherheit langfristig zu erhöhen und den Skibetrieb abzusichern.
Warum der Ausbau nötig ist
Die Bedingungen für die Beschneiung haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Herbst und Winter verlaufen häufiger trocken, gleichzeitig werden die Zeitfenster mit ausreichend niedrigen Temperaturen immer kürzer. Genau in diesen kurzen Phasen muss die Schneeproduktion schnell und effizient funktionieren. Eine leistungsfähige Infrastruktur wird damit zum entscheidenden Faktor auf der Planai.
Wasser gezielt speichern
Auch die Wasserverfügbarkeit spielt eine zentrale Rolle. Neben Zuflüssen aus Bächen wird Wasser aus der Enns genutzt. In niederschlagsarmen Zeiten können jedoch niedrige Pegelstände die Entnahme einschränken. Durch das größere Speichervolumen am Berg kann Wasser in Zeiten mit ausreichender Verfügbarkeit gesammelt und später gezielt eingesetzt werden. Wichtig dabei: Das Wasser bleibt im natürlichen Kreislauf. Es wird zu Schnee, schmilzt und gelangt vollständig wieder zurück; es wird also nicht verbraucht, sondern nur „ausgeliehen“.
Bedeutung für Region und Gäste
„Die Beschneiung ist heute eine zentrale Grundlage für einen verlässlichen Winterbetrieb. Mit der Erweiterung des Speicherteichs schaffen wir zusätzliche Kapazitäten, um kurze Kältephasen bestmöglich zu nutzen und weiterhin hochwertige Pistenbedingungen für unsere Gäste zu bieten. Gleichzeitig ist die Sicherung des Skibetriebes die wichtigste wirtschaftliche Grundlage für unser Unternehmen und die gesamte Region“, so Peter Weichbold, Geschäftsführer der Planai-Hochwurzen-Bahnen GmbH.
Ressourcenschonende Umsetzung
Beim Bau wird darauf geachtet, möglichst effizient mit Materialien umzugehen. Das beim Aushub entstehende Erdmaterial wird direkt vor Ort wiederverwendet, etwa für die Dammkrone oder Anpassungen im Gelände. Dadurch kann auch die Pistenführung verbessert werden, in manchen Bereichen könnte künftig sogar weniger technischer Schnee notwendig sein.
Zeitplan steht fest
Der Baustart erfolgte direkt nach dem Ende der Wintersaison 2025/26. Bis Ende September sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. So steht rechtzeitig zu den ersten Kälteperioden ein gefüllter Speicherteich bereit und die Planai kann optimal in die nächste Wintersaison starten.