Zimmerbrand-Übung: Feuerwehr sucht zwei Vermisste
In Edelsdorf (Kindberg) wurde es am Samstag ernst - zumindest für die Übung: Zwei Personen galten nach einem Zimmerbrand als vermisst. Atemschutztrupps stellten sich einem Szenario, das an die Grenzen ging.
Ein Brand in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses in Edelsdorf und zwei Personen sind noch darin eingeschlossen. Mit dieser Annahme startete am Samstag, dem 18. April 2026, eine groß angelegte Übung der Feuerwehren im Abschnitt IV des Bereichsfeuerwehrverbandes Mürzzuschlag. Für die Einsatzkräfte bedeutete das: schnelles Handeln unter schwierigsten Bedingungen.
Starke Rauchentwicklung erschwert Suche
Die größte Herausforderung für die Atemschutztrupps war das Auffinden und Retten der vermissten Personen. Die Räume waren stark verraucht, die Sicht gleich null. Orientierung war kaum möglich, zusätzlich mussten Hindernisse überwunden werden. Jeder Handgriff musste sitzen, um im Ernstfall Leben retten zu können.
Psychische Belastung bewusst erhöht
Um die Übung noch realistischer zu gestalten, wurde auch die psychische Belastung gesteigert. Über eine Tonanlage wurden Hilfeschreie von Kindern und Erwachsenen eingespielt. Diese zusätzliche Stresssituation verlangte den Feuerwehrkameradinnen und -kameraden alles ab und machte das Szenario besonders intensiv.
Neun Trupps meistern die Aufgabe
Trotz der extremen Bedingungen konnten alle neun Atemschutztrupps die gestellten Aufgaben erfolgreich bewältigen. Die Feuerwehren aus Kindberg Stadt, Kindtal, Kindberg-Dörfl, Hadersdorf, Mürzhofen, Jasnitz, Edelsdorf, Stanz im Mürztal sowie die Betriebsfeuerwehr voestalpine Tubulars aus Aumühl waren beteiligt.
Große Vorbereitung im Hintergrund
Hinter der Übung steckt viel Planung: Für die Ausarbeitung verantwortlich war die Freiwillige Feuerwehr Edelsdorf, insbesondere Marco Bruggraber, Marcel Lackner und Dominik Jettl. Dank der intensiven, freiwillig absolvierten Ausbildung und der passenden Ausrüstung konnte das realitätsnahe Unglücksszenario erfolgreich gemeistert werden.