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/ ©Montage: Canva/Privat
Foto auf 5min.at zeigt den neuen ORF-Stiftungsrat der Steiermark: Thomas Prantner
Schwere Vorwürfe rund um ORF-Stiftungsrat Prantner bringen die steirische Politik unter Druck. Jetzt wird lautstark Konsequenzen gefordert.

Nach ORF-Skandal: SPÖ und Grüne fordern Prantner-Abberufung

Neue Enthüllungen rund um ORF-Stiftungsrat Thomas Prantner sorgen in der Steiermark für Wirbel. SPÖ und Grüne erhöhen nun gemeinsam den Druck auf Landeshauptmann Mario Kunasek und verlangen Konsequenzen.

von Julia Waldhauser Teamfoto von 5min.at: Julia Waldhauser ist für die Online-Redaktion Graz tätig.
2 Minuten Lesezeit(359 Wörter)
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Nach den jüngsten Veröffentlichungen im „Standard“ steht die steirische Politik unter Zugzwang. Im Mittelpunkt der Debatte: ORF-Stiftungsrat Thomas Prantner. Die Vorwürfe wiegen schwer und sorgen parteiübergreifend für Kritik. Sowohl die SPÖ als auch die Grünen fordern nun ein rasches Eingreifen von Landeshauptmann Mario Kunasek (FPÖ). Damit wächst der Druck auf den FPÖ-Politiker deutlich.

SPÖ fordert klares Handeln

Für SPÖ-Chef Max Lercher ist die Situation nicht länger tragbar. Er findet deutliche Worte: „Das Versteckspiel und Wegignorieren müssen ein Ende haben. Die Vorwürfe von Machtmissbrauch und Sexismus sind moralisch und politisch für die Steiermark nicht mehr tragbar.“ Lercher fordert Kunasek direkt auf zu handeln: „Herr Kunasek, werden Sie endlich tätig und berufen Sie diesen Mann ab!“ Besonders kritisch sieht er das bisherige Schweigen. „Wer jetzt noch schweigt, schützt dieses System und schadet der Steiermark!“

Foto auf 5min.at zeigt Max Lercher (SPÖ).
©SPÖ Steiermark
SPÖ-Chef Max Lercher fordert klare Konsequenzen in der Causa Prantner.

Schwere Vorwürfe im Raum

Die bekannt gewordenen Chat-Protokolle zeichnen ein brisantes Bild. So soll Prantner gegenüber einer Mitarbeiterin von „geilen Träumen“ und „Dreiern“ gesprochen haben. Zusätzlich stehen Vorwürfe im Raum, dass er seine Machtposition genutzt habe, um Druck auszuüben – etwa mit Aussagen wie „Ohne mich bist du nichts“. Der Fall endete laut Berichten mit einer Schadensersatzzahlung aus Gebührengeldern, während die betroffene Frau den ORF verlassen musste.

Auch Grüne sehen Handlungsbedarf

Auch die Grünen schließen sich der Forderung nach Konsequenzen an. Klubobfrau Sandra Krautwaschl betont die Verantwortung des Landeshauptmannes: „Landeshauptmann Kunasek hat Thomas Prantner persönlich in den Stiftungsrat entsandt. Er hat ihn als Kenner des ORF gelobt. Jetzt geht es um Verantwortung.“ Für sie ist klar: „Kunasek muss Farbe bekennen und Prantner umgehend abberufen.“ Gerade in Zeiten, in denen unabhängiger Journalismus besonders wichtig sei, brauche es glaubwürdige Strukturen.

Foto auf 5min.at zeigt Sandra Krautwaschl
©Grüne Steiermark
Grünen-Klubobfrau Sandra Krautwaschl sieht Landeshauptmann Kunasek in der Verantwortung.

Weitere Schritte angekündigt

Die politische Auseinandersetzung dürfte sich weiter zuspitzen. Die SPÖ kündigt bereits eine dringliche Anfrage im Landtag an. „Wir werden im Landtag nicht lockerlassen“, so Lercher. Sein Ziel ist klar formuliert: „Die versprochenen Konsequenzen müssen jetzt gezogen werden. Thomas Prantner muss umgehend abberufen werden.“

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