Cyberattacke auf steirische Schule: Hacker fordern Geld, Daten in Gefahr
Ein Hackerangriff hat den B3-Schulcluster in Bruck an der Mur getroffen. Cyberkriminelle fordern Geld und drohen mit der Veröffentlichung sensibler Daten. Hunderte Schüler und Lehrkräfte sind von dem Vorfall betroffen.
Ein massiver Hackerangriff sorge für Unruhe an einem großen Schulstandort in der Steiermark. Betroffen ist der B3-Schulcluster in Bruck an der Mur, in dem HAK, HAS und eine Bildungsanstalt für Elementarpädagogik untergebracht sind. Cyberkriminelle haben sich Zugriff auf IT-Systeme verschafft und verlangen Geld. Andernfalls drohen sie mit der Veröffentlichung sensibler Daten im Darknet.
Angriff auf Hunderte Schüler und Lehrkräfte
Der Vorfall trifft einen zentralen Bildungsstandort der Region. Hunderte Schüler und Lehrkräfte sind indirekt betroffen. Hinter dem Angriff steckt laut aktuellen Informationen eine Ransomware-Gruppe mit dem Namen „Payload“. Diese Art von Cyberattacke zielt darauf ab, Daten zu verschlüsseln und den Zugriff auf Systeme zu blockieren, oft verbunden mit einer Lösegeldforderung. Besonders brisant: Die Täter behaupten, bereits Daten abgegriffen zu haben. Sollte kein Geld fließen, könnten diese veröffentlicht werden.
Klare Ansage der Behörden
Die steirische Bildungsdirektion zeigt sich in der Causa entschlossen und lehnt Verhandlungen mit den Erpressern ab. „Wir gehen auf etwaige Erpressungsversuche grundsätzlich nicht ein“, heißt es aus der Behörde. Diese Haltung ist kein Zufall: Sicherheitsbehörden raten grundsätzlich davon ab, auf Forderungen einzugehen, da Zahlungen weitere Angriffe begünstigen können.
Systeme rasch wiederhergestellt
Nach dem Angriff wurde rasch reagiert. Laut Bildungsdirektion konnte der IT-Ausfall am Standort innerhalb kurzer Zeit behoben werden, berichten mehrere Medien. „Nach aktuellem Stand ist kein nachhaltiger Schaden entstanden, die IT-Systeme sind entsprechend abgesichert“, erklärt Sprecher Julian Kampitsch. Details zur genauen Vorgehensweise oder möglichen Sicherheitslücken werden bewusst nicht veröffentlicht, um keine zusätzlichen Risiken zu schaffen. „Wir sind an Schulen auf derartige Situationen gut vorbereitet und verfügen über klar definierte Notfallpläne sowie technische und organisatorische Schutzmaßnahmen“, so die Bildungsdirektion. Eine Meldung an die Datenschutzbehörde wurde bereits durchgeführt. Ob und in welchem Umfang tatsächlich Daten betroffen sind, ist derzeit noch Gegenstand von Untersuchungen.