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Das Bild au8f 5min.at zeigt eine armutsgefährdete Familie.
Besonders besorgniserregend ist die Entwicklung bei jungen Menschen. Laut aktuellen Einschätzungen ist bereits jedes fünfte Kind in der Steiermark von Armut oder Ausgrenzung bedroht.

Teuerung trifft hart: 173.000 Steirer sind derzeit armutsgefährdet

In der Steiermark sind aktuell rund 173.000 Menschen armutsgefährdet, deutlich mehr als noch im Jahr davor. Insgesamt gilt mittlerweile etwa jeder Sechste im Bundesland als von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht.

von Leema Mohsenzada-Slaje Auf dem Foto auf www.5min.at sieht man Leema Mohsenzada-Slaje.
2 Minuten Lesezeit(323 Wörter)
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Die aktuelle Auswertung zu Einkommen und Lebensbedingungen (Statistik über Einkommen und Lebensbedingungen der Europäischen Union (EU-Silc)) zeigt einen klaren Trend nach oben. Während die allgemeine Einkommensentwicklung zuletzt gestiegen ist, profitieren viele Haushalte davon kaum. Vor allem jene mit ohnehin niedrigen Einkommen geraten zunehmend unter Druck. So gelten aktuell 1730.000 Steirer armutsgefährdet, im vergangenen Jahr waren es 154.000 Betroffenen. Die Armutsgefährdungsschwelle liegt aktuell bei rund 1.806 Euro monatlich für einen Einpersonenhaushalt, wer darunter liegt, gilt statistisch als gefährdet.

Teuerung trifft besonders hart

Ein zentraler Grund für den Anstieg liegt in den massiv gestiegenen Lebenshaltungskosten. Energie, Miete und alltägliche Ausgaben haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verteuert. Für viele Haushalte bedeutet das: Trotz Arbeit bleibt am Monatsende oft zu wenig übrig. Selbst kleine Preissteigerungen können zur Belastung werden.

Kinder besonders betroffen

Besonders besorgniserregend ist die Entwicklung bei jungen Menschen. Laut aktuellen Einschätzungen ist bereits jedes fünfte Kind in der Steiermark von Armut oder Ausgrenzung bedroht. Das betrifft rund 30.000 Kinder und Jugendliche, eine Zahl, die Experten als deutliches Warnsignal sehen.

Arbeit schützt nicht immer vor Armut

Auch Erwerbstätige sind zunehmend betroffen. Rund 41.000 Menschen gelten als sogenannte „Working Poor“, sie haben zwar einen Job, können davon aber ihren Lebensunterhalt nicht ausreichend decken. Das zeigt: Arbeit allein ist längst keine Garantie mehr für finanzielle Sicherheit. Prognosen zeigen, dass sich die Situation in den kommenden Monaten weiter zuspitzen könnte. Hintergrund sind unter anderem Anpassungen bei Sozialleistungen sowie weiterhin hohe Lebenshaltungskosten. Die Auswirkungen dieser Veränderungen werden oft erst zeitverzögert sichtbar, könnten die Zahlen aber zusätzlich nach oben treiben.

Alltag wird für viele zur Herausforderung

Für viele Betroffene bedeutet die Entwicklung vor allem eines: Einschränkungen im Alltag. Einkäufe müssen genau geplant werden, unerwartete Ausgaben werden zum Risiko. Auch gesellschaftliche Teilhabe wird schwieriger, etwa Freizeitaktivitäten oder kulturelle Angebote.

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