Polizei zerschlägt Diebesbande: 15 Coups in der Steiermark aufgeklärt
Eine sechsköpfige Tätergruppe steht im Verdacht, in der Steiermark und im Burgenland gezielt Wohnhäuser ausgespäht und Bewohner bestohlen zu haben. Zwei Mitglieder wurden bereits verurteilt, nach weiteren wird gefahndet.
Die Vorgehensweise der Gruppe war perfide: Die Täter klingelten an Haustüren und baten um Hilfe, etwa um Essen, ein Getränk oder kleine Arbeiten. Während sie die Bewohner in Gespräche verwickelten, nutzten Komplizen die Gelegenheit, um unbemerkt ins Haus zu gelangen. Ziel waren vor allem ältere Menschen, die in ihrem Zuhause überrascht wurden und den Tätern oft vertrauten.
15 Taten in mehreren Bezirken
Ermittlungen der Polizeiinspektionen Feldbach und Jennersdorf konnten der Gruppe insgesamt 15 Straftaten im Zeitraum von September 2024 und April 2025 zuordnen, darunter auch mehrere Versuche. Betroffen waren zahlreiche Bezirke, darunter Südoststeiermark, Weiz, Hartberg-Fürstenfeld, Graz-Umgebung, Leibnitz sowie Jennersdorf. Der entstandene Schaden beläuft sich auf rund 46.300 Euro. Die Ermittlungen zeigen ein klares Muster: Die Gruppe aus dem Bettlermilieu soll nahezu täglich aus dem Ausland nach Österreich eingereist sein, um gezielt Diebstähle zu begehen. Innerhalb der Gruppe hatte offenbar jeder eine Rolle, vom Ablenken der Opfer bis hin zum Durchsuchen der Wohnräume. Ein 52-jähriger Mann soll dabei als Fahrer fungiert haben.
Festnahmen und Urteile
Ein erster Durchbruch gelang bereits im Mai 2025: Ein 23-jähriger Tatverdächtiger wurde auf frischer Tat ertappt und festgenommen. Kurz darauf wurde eine weitere Beschuldigte verhaftet. Die Gerichte sprachen mittlerweile Haftstrafen aus, bis zu 36 Monate unbedingt. Vier weitere mutmaßliche Mitglieder der Gruppe sind weiterhin auf der Flucht. Gegen sie liegen bereits gerichtliche Festnahmeanordnungen vor.