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/ ©Feuerwehr Mooskirchen
Foto auf 5min.at zeigt einen Waldbrand in Eisbach-Rein.
Gefahr nicht gebannt: Glutnester im Boden, in Wurzeln und unter der Vegetation können sich jederzeit wieder entzünden.

Tag 11: Waldbrand in Eisbach-Rein außer Kontrolle, kein Ende in Sicht

Seit elf Tagen kämpfen Einsatzkräfte gegen den Waldbrand in Eisbach-Rein, doch ein Ende ist nicht absehbar. Versteckte Glutnester, Trockenheit und Wind halten die Lage weiter angespannt.

von Leema Mohsenzada-Slaje Auf dem Foto auf www.5min.at sieht man Leema Mohsenzada-Slaje.
2 Minuten Lesezeit(375 Wörter)

Der Waldbrand nördlich von Graz entwickelt sich zu einem der längsten und forderndsten Einsätze der letzten Jahre, 5 Minuten hat berichtet. Auch am elften Tag ist keine Entwarnung möglich. Was nach außen oft ruhig wirkt, ist in Wahrheit ein hochkomplexer Dauereinsatz. Denn das größte Problem ist längst nicht mehr das offene Feuer, sondern das, was darunter weiter glimmt.

Glutnester: Die unsichtbare Gefahr

Auf rund 70 Hektar Fläche hat sich das Feuer ausgebreitet. Doch selbst dort, wo keine Flammen mehr sichtbar sind, ist die Gefahr nicht gebannt. Glutnester im Boden, in Wurzeln und unter der Vegetation können sich jederzeit wieder entzünden. Diese Brandherde sind mit freiem Auge kaum erkennbar und genau das macht den Einsatz so schwierig. Um sie aufzuspüren, greifen die Einsatzkräfte mittlerweile auf moderne Technik zurück. Drohnen mit Wärmebildkameras fliegen regelmäßig über das Gebiet und machen selbst kleinste Hitzequellen sichtbar. Die Daten aus der Luft werden direkt an die Bodentrupps weitergegeben. Diese arbeiten sich gezielt zu den betroffenen Stellen vor, oft in unwegsamem Gelände und unter schwierigen Bedingungen. Viele dieser Einsätze finden in den Nachtstunden statt. Während für die Bevölkerung scheinbar Ruhe einkehrt, wird im Hintergrund intensiv weitergearbeitet, um ein Wiederaufflammen zu verhindern.

Ein Kampf gegen Zeit und Wetter

Zuletzt standen rund 60 Feuerwehrkräfte im Einsatz. Ihre Aufgabe ist klar: Die Ausbreitung verhindern und jedes Glutnest eliminieren. Doch der Erfolg hängt stark von äußeren Faktoren ab. Vor allem der angekündigte Wind könnte die Lage jederzeit wieder verschärfen. Hinzu kommt ein entscheidender Punkt: Regen bleibt aus. Die anhaltende Trockenheit sorgt dafür, dass sich die Situation kaum entspannt. Die Belastung für die Einsatzkräfte steigt zusätzlich, weil es nicht bei einem Brand bleibt. Auch am Pfaffenstein bei Eisenerz mussten Feuerwehr und Hubschrauber ausrücken, 5 Minuten hat berichtet. Diese parallelen Einsätze zeigen deutlich: Die Waldbrandgefahr ist aktuell in der gesamten Steiermark extrem hoch. Das Land Steiermark hat bereits vor einigen Tagen eine Warnung ausgesprochen, die weiterhin aufrecht bleibt: Schon kleinste Unachtsamkeiten können neue Brände auslösen. Zigaretten, offenes Feuer oder Funkenflug stellen derzeit ein enormes Risiko dar.

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