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/ ©Montage: Canva & RK/ Trummer
Ein Bild auf 5min.at zeigt ein Fahrrad und einen Sanitäter.
„Unachtsamkeit und Ablenkung sind seit zehn Jahren die Nummer eins bei den Unfallursachen“, erklärt Verkehrslandesrätin Claudia Holzer

Ablenkung Nr. 1: Warum immer mehr Unfälle in der Steiermark passieren

Ein kurzer Blick aufs Handy, ein Moment Unachtsamkeit und es passiert: In der Steiermark ist Ablenkung seit Jahren die häufigste Unfallursache. Neue Zahlen zeigen, wie ernst die Lage ist.

von Leema Mohsenzada-Slaje Auf dem Foto auf www.5min.at sieht man Leema Mohsenzada-Slaje.
2 Minuten Lesezeit(427 Wörter)
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Die größte Gefahr im Straßenverkehr ist oft unsichtbar und passiert in Sekundenbruchteilen. Ein Griff zum Handy, ein kurzer Blick zur Seite, ein Moment der Unachtsamkeit. Genau das wird in der Steiermark immer häufiger zum Problem. „Unachtsamkeit und Ablenkung sind seit zehn Jahren die Nummer eins bei den Unfallursachen“, erklärt Verkehrslandesrätin Claudia Holzer bei der Präsentation des neuen Verkehrssicherheitsprogramms. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Bei tödlichen Unfällen liegt Ablenkung mittlerweile deutlich vor überhöhter Geschwindigkeit.

Ablenkung überholt Tempo als größte Gefahr

Noch vor wenigen Jahren galt Geschwindigkeit als Hauptursache für schwere Verkehrsunfälle. Doch dieses Bild hat sich verändert. Aktuell sind 37 Prozent der tödlichen Unfälle auf Ablenkung zurückzuführen, deutlich mehr als auf Tempoverstöße. Das bedeutet: Nicht Raserei, sondern Unaufmerksamkeit ist heute das größte Risiko auf den Straßen. Parallel dazu verändert sich der Verkehr selbst. Immer mehr Menschen steigen auf E-Bikes oder E-Scooter um. Was als umweltfreundliche Alternative gedacht ist, bringt neue Herausforderungen. Der Anteil an Unfällen mit sogenannten ungeschützten Verkehrsteilnehmern steigt seit Jahren kontinuierlich. Dazu zählen Fußgänger, Radfahrer, E-Biker und Scooter-Fahrer. Mittlerweile machen sie rund 60 Prozent aller Unfälle aus. Besonders auffällig: Die Zahl der Unfälle mit E-Bikes und E-Scootern ist stark gestiegen, vor allem bei Erwachsenen zwischen 25 und 64 Jahren.

Auf dem Foto von www.5min.at sieht man steirische Politiker.
©Land Steiermark/Melanie Laimer
Maria Knauer-Lukas (A16, Projektleiterin VSP), Verkehrslandesrätin Claudia Holzer und Landesbaudirektor Andreas Tropper (Leiter der Abteilung 16) präsentierten das „Verkehrssicherheits- programm 2026+“.

„Mobilität ist ständig in Bewegung“

Verkehrslandesrätin Holzer sieht darin eine zentrale Entwicklung: „Die Mobilität ist ständig in Bewegung. Neue Formen wie Elektromobilität auf zwei Rädern stellen uns vor neue Herausforderungen.“ Genau darauf soll das neue Verkehrssicherheitsprogramm reagieren. Ziel ist es, die Zahl und Schwere von Unfällen langfristig zu senken. Wie schnell es gehen kann, beschreibt Projektleiterin Maria Knauer-Lukas eindringlich: „Ein kurzer Moment der Ablenkung kann entscheidend sein, für die eigene Sicherheit und die anderer.“ Diese Sekunden entscheiden oft darüber, ob ein Unfall verhindert werden kann, oder nicht.

Mehr Training, mehr Bewusstsein

Um gegenzusteuern, setzt das Land verstärkt auf Prävention. Geplant sind unter anderem kostenlose Trainings für E-Bike- und E-Scooter-Fahrer sowie Kampagnen, die gezielt auf Ablenkung aufmerksam machen. Ein Schwerpunkt liegt auch auf jungen Menschen. Mit Initiativen wie „Augen auf die Straße“ wurden bereits tausende Kinder erreicht. Ziel: Mehr Sicherheit für alle. Auch infrastrukturell sind Maßnahmen geplant. Gefährliche Strecken sollen entschärft, Unfallhäufungsstellen reduziert und Schutzmaßnahmen für Motorradfahrer verbessert werden. Doch eines wird klar: Technik und Infrastruktur allein reichen nicht aus.

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