Gratis für Schüler: dm und Caritas verteilen Hygieneartikel
Für viele Kinder ist selbst Seife oder Shampoo keine Selbstverständlichkeit. In Grazer Schulen setzt jetzt eine Initiative genau dort an, mit kostenlosen Hygieneboxen direkt auf den Toiletten.
Was für viele selbstverständlich ist, ist für andere ein tägliches Problem: Körperpflege. Genau hier setzt ein Projekt der Caritas gemeinsam mit dm drogerie markt an. In zahlreichen werden Hygieneboxen regelmäßig aufgefüllt und stehen Schülern kostenlos zur Verfügung. Das Ziel ist klar: Hilfe ohne Hürden.
Wenn Hygiene zum Luxus wird
Armut zeigt sich oft im Verborgenen. Gerade bei Kindern und Jugendlichen wird sie selten offen angesprochen, doch sie ist spürbar. Nicht alle Familien können sich ausreichend Hygieneprodukte leisten. Das betrifft Duschgel, Shampoo oder Deo, aber besonders auch Periodenartikel. Caritasdirektorin Nora Tödtling-Musenbichler bringt es auf den Punkt: „Armut ist kein leeres Wort und schlägt sich auch in der Möglichkeit nieder, für ausreichend Körperhygiene zu sorgen.“
Diskret, kostenlos und jederzeit verfügbar
Die Lösung ist bewusst einfach gehalten: In den Schultoiletten stehen Hygieneboxen bereit. Darin finden sich die wichtigsten Produkte, frei zugänglich und ohne Nachfrage. Schüler können sich jederzeit bedienen, ohne sich erklären zu müssen. Gerade dieser niederschwellige Zugang ist entscheidend. Denn Scham spielt bei diesem Thema eine große Rolle. Ein zentrales Thema ist die sogenannte Periodenarmut. Für viele Mädchen sind Produkte für die Monatshygiene eine finanzielle Belastung. Die Initiative setzt genau hier an und sorgt dafür, dass diese Artikel verfügbar sind, jederzeit und kostenlos.
Tausende Kinder profitieren bereits
Das Projekt läuft bereits seit mehreren Jahren und erreicht inzwischen rund 4.500 an zahlreichen Standorten in der Steiermark. Insgesamt sind 68 Schulen beteiligt, darunter auch mehrere in Graz. Auch von Seiten des Unternehmens dm wird die Bedeutung betont. „Die Hygieneboxen stellen sicher, dass die wichtigsten Produkte für alle verfügbar sind“, so Hannelore Weihrauch, Mitglied der Geschäftsleitung und Regionsleiterin bei dm Österreich. Doch es geht um mehr: Aufklärung, Bewusstsein und Unterstützung im Alltag.