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/ ©Montage: Erlebnisregion Murtal/Königshofer & Truppenübungsplatz Seetaleralpe
Bild auf 5min.at zeigt einen Stein vor einem See.
Diese harmlos wirkenden Steine können lebensgefährlich sein.

Gefahr bei beliebtem steirischen Ausflugsziel: Warnung vor Kriegsrelikten

Im steirischen Murtal sorgen Rückstände aus dem Zweiten Weltkrieg in einem beliebten Wandergebiet für erhebliche Gefahr. Experten warnen eindringlich vor dem Kontakt mit auffälligen Fundstücken.

von Elisa Auer Elisa Auer 5 Minuten Redaktion
2 Minuten Lesezeit(373 Wörter)
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Im Bereich der Winterleitenseen im Murtal in der Steiermark sind erneut gefährliche Altlasten aus der Kriegszeit aufgetaucht. Das Gebiet, das heute als Natur- und Erholungsraum genutzt wird, liegt in unmittelbarer Nähe eines Truppenübungsplatzes. Immer wieder werden dort Relikte aus dem Zweiten Weltkrieg freigelegt, die ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen.

Vorfall mit Verletzungsfolge

Kürzlich kam es zu einem Zwischenfall, bei dem ein Jugendlicher ein auffälliges, orange schimmerndes Objekt im Wasser entdeckte und dieses zunächst für einen Stein hielt. Nachdem er das Fundstück ans Ufer gebracht hatte, bemerkte er einen ungewöhnlichen Geruch. Kurz darauf entzündete sich der Gegenstand, wie die Steirerkrone berichtet. Der Jugendliche warf ihn reflexartig weg, erlitt jedoch eine Brandverletzung am Finger.

Warnung der Behörden

Der Kommandant des angrenzenden Truppenübungsplatzes Seetaler Alpen, Manfred Hofer, weist darauf hin, dass das Gebiet trotz öffentlicher Zugänglichkeit immer wieder von solchen Funden betroffen ist. Warnhinweise seien seit Jahren im Gelände angebracht. Ursache seien unter anderem Phosphorgranaten aus dem Zweiten Weltkrieg, die durch natürliche Einflüsse wie Erosion oder Schneeschmelze freigelegt werden.

Hochgefährlicher Stoff aus der Kriegszeit

Besondere Vorsicht gilt bei weißem Phosphor, der in einzelnen Munitionsteilen enthalten sein kann. Dieser Stoff reagiert bereits bei Kontakt mit Sauerstoff und kann sich explosionsartig entzünden. Dabei entstehen Temperaturen von über 1000 Grad Celsius. In einer behördlichen Mitteilung wird ausdrücklich davor gewarnt, verdächtige Objekte zu berühren oder aus dem Wasser zu nehmen. Dort heißt es: „Aufgrund von Erhebungen wurde uns bekannt, dass sich weiße Phosphorteile in den Winterleitenseen befinden! Sollten in Farbe und Form ähnliche ‚Steine‘ (am Bild ersichtlich) in den Winterleitenseen gefunden werden, diese nicht berühren oder gar aus dem Wasser nehmen! Bei diesen ‚Steinen‘ handelt es sich um weißen Phosphor, der vermutlich aus Weltkriegsmunition ausgetreten ist.“ Weiter wird betont, dass der Stoff durch seine orange-bernsteinartige Farbe und einen schwefelartigen Geruch auffällt und dadurch leicht mit natürlichen Steinen verwechselt werden kann.

Appell zur Vorsicht

Behörden und Militär rufen Besucherinnen und Besucher des Gebiets zur besonderen Aufmerksamkeit auf. Verdächtige Funde sollen keinesfalls berührt, sondern umgehend gemeldet werden, um weitere Gefährdungen zu verhindern.

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