Freispruch im Mordprozess: Steirischer Promi-Winzer kommt frei
Im aufsehenerregenden Mordprozess rund um den Tod einer reichen Witwe aus Niederösterreich fiel am Montag das Urteil: Laut Medienberichten wurde ein steirischer Promi-Winzer freigesprochen und noch am selben Tag enthaftet.
Im Mittelpunkt des Verfahrens stand die Frage, ob die 71-Jährige freiwillig aus dem Leben scheiden wollte oder Opfer eines Verbrechens wurde. Die Frau hatte nach einem Schlaganfall und persönlichen Schicksalsschlägen eine Sterbeverfügung errichtet. Der angeklagte Weinbauer war dabei als hilfeleistende Person eingetragen. Die Staatsanwaltschaft zweifelte jedoch daran, dass die Frau am 7. März 2025 tatsächlich sterben wollte. Laut Medienberichten verwies die Anklägerin auf vereinbarte Termine, Interesse an einem Pflegeplatz und darauf, dass sich der Gesundheitszustand der Witwe zuletzt verbessert habe.
Millionen-Erbe rückte ins Zentrum
Brisant war vor allem die finanzielle Verbindung zwischen den beiden. Die Witwe hatte den Steirer bereits Jahre zuvor als Alleinerben eingesetzt und ihm Vermögenswerte übertragen. Die Staatsanwaltschaft vermutete deshalb ein finanzielles Motiv hinter dem Todesfall. Der Angeklagte bestritt die Vorwürfe während des gesamten Prozesses. Laut Medienberichten erklärte er, die Frau habe die tödlichen Medikamente freiwillig eingenommen. Er habe lediglich ihren Wunsch begleitet und danach die Polizei verständigt.
Geschworene entschieden mit 7:1
Am Ende folgten sieben der acht Geschworenen der Darstellung des Angeklagten. Laut Medienberichten wurde der 58-Jährige vom Mordvorwurf freigesprochen. Wegen Versicherungsbetrugs, zu dem er geständig war, erhielt er zwei Jahre Haft, davon 16 Monate bedingt. Den unbedingten Teil hatte er bereits in U-Haft verbracht. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.