Wechsel in der Pollensaison: Frühblüher vorbei, nächste Blüte übernimmt
Die Gräserblüte sorgt in der Steiermark für steigende Pollenkonzentrationen. Während Niederschläge kurzfristig entlasten können, führt sonniges Wetter zu einer deutlich höheren Belastung für Allergiker.
Der aktuelle Pollenbericht zeigt einen Wechsel im Pollenaufkommen in der Steiermark. Während Regen die Verbreitung von Pollen derzeit bremst, führen sonnige und trockene Phasen zu einer deutlich erhöhten Belastung durch Gräserpollen. Die Gräserblüte hat inzwischen eingesetzt und ist insbesondere in der Nähe von Wiesen deutlich wahrnehmbar. In den Messdaten spiegelt sich diese Entwicklung noch nicht vollständig wider, lokal werden jedoch bereits erhöhte Konzentrationen festgestellt. Auch Wegerich blüht derzeit an Straßenrändern und auf Wiesenflächen, dessen Pollen bislang nur vereinzelt nachgewiesen wurden. Erste Pollenkörner des Ampfers wurden bereits registriert.
Rückgang bei Birke und weiteren Frühblütlern
Die Birkenblüte ist in Graz und den Niederungen der Steiermark mittlerweile abgeschlossen. Auch der Pollenflug der Platane ist beendet. Die Blüte von Eiche und Buche geht ebenfalls dem Ende zu. Damit verschiebt sich die Hauptbelastung zunehmend von Frühblühern hin zu Sommerblühern, insbesondere den Gräsern.
Weitere Pflanzenarten in der Luft
Zusätzlich sind vereinzelt Pollen der Kreuzblütler (Brassicaceae) in der Luft messbar. Diese treten vor allem in Regionen mit intensivem Rapsanbau auf und können dort allergische Reaktionen auslösen. Im Stadtgebiet ist aktuell auch die Manna-Esche in Blüte, die häufig als Straßen- und Gartenbaum vorkommt. In höheren Lagen blüht zudem die Grün-Erle, deren Pollen teilweise auch in tiefere Regionen wie Graz gelangen können. Neben Pollen werden derzeit auch Samen von Weiden und Pappeln verbreitet. Diese gelten allergologisch jedoch als unbedenklich.
Wetter beeinflusst Pollenflug
Laut Prognosen kommt es ab Donnerstag im Bergland zu Regen- und Schneefällen, die sich in den folgenden Tagen verstärken sollen. Auch in Graz werden sinkende Temperaturen erwartet, die unter 20 Grad bleiben. Erst am Sonntag wird mit einem Ende der Niederschläge gerechnet. Die Wetterlage dürfte den Pollenflug vorübergehend dämpfen. Wie stark die Entlastung für Allergiker tatsächlich ausfällt, hängt jedoch von Intensität und Dauer der Niederschläge ab.
Vielfältige, aber teils gering allergene Pollen
Derzeit sind neben Gräsern auch Pollen von Sauergräsern, Doldenblütlern, Rosskastanie, Holunder, Schmetterlingsblütlern, Rosen- und Binsengewächsen in der Luft vorhanden. Diese gelten überwiegend als wenig allergen, können aber in Kombination mit anderen Pollenarten zur Gesamtbelastung beitragen.